In ehemaliger Polarfuchsanlage
Stacheliger Zugang: Neue Tierart zieht in Hellabrunn ein
02.11.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Nordamerikanischer Baumstachler zieht in den Münchner Tierpark ein. Das Weibchen soll schon bald Gesellschaft bekommen – langfristig könnte es sogar Nachwuchs geben.
Besucher im Tierpark Hellabrunn dürfen sich auf eine neue Tierart freuen. Wie der Münchner Zoo mitteilte, ist in der ehemaligen Polarfuchsanlage in der Polarwelt ein Nordamerikanischer Baumstachler eingezogen. Das Weibchen ist aktuell noch allein, in Kürze soll jedoch ein Männchen dazukommen.
Baumstachler gehören zu den Nagetieren und sind vor allem für ihr stacheliges Fell und ihre Kletterfähigkeiten bekannt. Rund 30.000 dicke, bis zu acht Zentimeter lange Stacheln mit Widerhaken schützen die Tiere vor Feinden. Bei Gefahr schlagen Baumstachler diese mit ihrem kräftigen Schwanz in die Haut oder das Fell ihrer Angreifer. Die Stacheln erleichtern ihnen zudem das Klettern und geben ihnen Halt in den Ästen.
Perspektivisch auch Nachwuchs denkbar
In freier Wildbahn kommen Nordamerikanische Baumstachler – auch Ursons genannt – in weiten Teilen Nordamerikas vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Kanada über den Norden und Westen der USA bis nach Mexiko. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Knospen, Rinde und Früchten.
Wie der Tierpark erklärte, gewöhnt sich das Weibchen derzeit an seine neue Heimat und ist deshalb nicht immer auf der Außenanlage zu sehen. Das Männchen soll in einigen Wochen dazukommen. Sollten sich die beiden gut verstehen, sei perspektivisch auch Nachwuchs denkbar. Bis dahin dürfte es allerdings noch etwas dauern: Baumstachler werden erst im Alter von zwei Jahren geschlechtsreif. Sowohl das Weibchen als auch das Männchen wurden in diesem Jahr geboren.















