„Doitscha“
Neuer ARD-Film mit „Tatort“-Star Mark Waschke spielt in Köln – darum geht es
02.11.2026 – 12:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Der neue ARD-Film „Doitscha – Alles geht vorüber“ erzählt von einer jüdisch-nichtjüdischen Familie in Köln, die zwischen Alltagskonflikten und Antisemitismus ihren Zusammenhalt bewahren muss.
Köln ist Schauplatz einer Familiengeschichte, die ernste gesellschaftliche Fragen mit den Problemen des Alltags verbindet: Im neuen ARD-Film „Doitscha – Alles geht vorüber“ spielt „Tatort“-Star Mark Waschke einen Familienvater, der immer häufiger mit seinem Sohn aneinandergerät. Gleichzeitig wird sein jüngerer Sohn in der Schule antisemitisch angefeindet.
Die rund 90-minütige Tragikomödie spielt nicht nur in Köln, sondern wurde auch in der Domstadt und ihrer Umgebung gedreht. Vom 24. Februar bis zum 26. März standen dafür neben Mark Waschke auch Oriana Schrage und Samuel Finzi vor der Kamera, wie der WDR mitteilte. Produziert wurde der Film von der Kölner Firma „storytelle“ im Auftrag des Senders.
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Neuer ARD-Film: Jüdische Familie in Köln gerät unter Druck
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Adriana Alkalaj (Oriana Schrage), die ein jüdisches Theater in Köln leitet. Nach einem aufsehenerregenden Talkshow-Auftritt über das Leben jüdischer Menschen in Deutschland erhält sie die Anfrage, eine Rede zum Holocaust-Gedenktag zu halten.
Doch der öffentliche Auftritt hat Folgen. In der Talkshow wird Adriana mit der Politik Israels konfrontiert, während ihre Kinder als „halb jüdisch, halb deutsch“ bezeichnet werden. Zugleich wächst der Druck auf ihr Theater, seine jüdische Identität stärker in den Vordergrund zu stellen.
Auch zu Hause nehmen die Spannungen zu. Ihr älterer Sohn David (Yahli Yogev) steckt mitten in der Pubertät und liefert sich immer wieder Auseinandersetzungen mit seinem nichtjüdischen Vater Georg (Mark Waschke). Dabei geht es vordergründig um religiöse Fragen, hinter denen sich auch ein gewöhnlicher Konflikt zwischen Vater und Sohn verbirgt.
Der jüngere Sohn Sammy (Adam Lukas) kämpft dagegen mit einem Problem, von dem seine Familie zunächst nichts ahnt: In seiner Schule wird er antisemitisch angefeindet. Lange verschweigt er, was ihm widerfährt. Während Adriana versucht, ihren öffentlichen Verpflichtungen gerecht zu werden, gerät das Familienleben zunehmend aus dem Gleichgewicht.
Der Film beschäftigt sich damit, wie sich das Leben jüdischer Menschen in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verändert hat. Trotz der ernsten Themen erzählt er die Geschichte mit tragikomischen Elementen und Humor.
„Doitscha“: Auch Bettina Böttinger ist im ARD-Film zu sehen
Regie führte Ester Amrami, die gemeinsam mit Momme Peters das Drehbuch schrieb. Die Geschichte basiert auf dem 2015 erschienenen Roman „Doitscha“ von Adriana Altaras.
Neben den Hauptdarstellern sind Samuel Finzi als Aron Schuster und Inge Maux als Tante Jele zu sehen. Auch die Kölner Journalistin und frühere WDR-Moderatorin Bettina Böttinger hat einen Gastauftritt: Sie spielt eine Journalistin.














