Erstes Obduktionsergebnis
Tod Aiwangers: Kein Hinweis auf Fremdverschulden
Von dpa, reuters, t-online
Aktualisiert am 05.11.2026 – 15:48 UhrLesedauer: 1 Min.
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Der überraschende Tod von Hubert Aiwanger beschäftigt die Republik. Nun teilt die Staatsanwaltschaft erste Erkenntnisse mit.
Der bayerische Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ohne Fremdverschulden gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Berlin nach der bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchung des Leichnams mit. Der 55 Jahre alte bayerische Wirtschaftsminister von den Freien Wählern (FW) war am Mittwoch tot in einem Berliner Hotel gefunden worden.
Die Behörden nahmen Ermittlungen zur Todesursache auf. Ziel sei es, die konkrete Ursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen, erklärten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Berlin. Der bayerische FW-Vizechef Fabian Mehring war gemeinsam mit Aiwanger in Berlin und am Mittwochnachmittag gebeten worden, Aiwanger krankheitsbedingt zu vertreten, wie Mehring auf Instagram schrieb.
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Aiwangers Tod löste bundesweit Bestürzung aus. „Bundeskanzler Friedrich Merz ist tief betroffen vom Tod Hubert Aiwangers“, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius. „Die Bundesrepublik verliert einen streitbaren Politiker, der leidenschaftlich für seine Überzeugungen eingetreten ist.“
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Es ist sein letzter Auftritt vor der Kamera. Hubert Aiwanger besucht am 3. November den Zentralverband Oberflächentechnik in Niedenberg. In diesem Instagram-Video spricht der bayerische Wirtschaftsminister über die Sorgen der Branche. „Ja, auch jetzt entwickelt sich gerade bei Ihnen die Oberflächentechnik. Worum geht es bei Ihnen? Das sind die Betriebe, die Metall veredeln, die Oberflächenbeschichtungen machen, die dafür sorgen, dass Autos nicht verrosten usw. – also eine systemrelevante Branche. Leider Gottes hat die immer mehr Probleme durch EU-Vorgaben, die eine Richtverordnung usw., was dazu führt, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verlieren. Ja, und immer mehr Aufträge ins Ausland gehen. Am vierten November soll Aivanger bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin sprechen. Doch er sagt aus gesundheitlichen Gründen ab. Am frühen Abend wird der 55-jährige tot in seinem Hotelzimmer gefunden. Auch für die folgenden Tage stehen Termine in seinem Kalender: Am fünften November eine Rede bei der Medical Valley Innovation Night in Erlangen, am sechsten November ein Grußwort zur Eröffnung des Europäischen Bauernmarkts in Weichselrau. Die genaue Todesursache ist bislang unklar, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Ministerpräsident Markus Söder ordnete für Donnerstag und den noch offenen Beisetzungstermin Trauerbeflaggung an. „Der Tod von Hubert Aiwanger ist ein Schock“, sagte Söder. Beide hätten in „bürgerlicher, liberal-konservativer Politik“ grundlegend übereingestimmt. „Wir werden es auch mit den Freien Wählern in seinem Sinne, in unserem Sinne, so fortsetzen.“
