In drei verschiedenen Sprachen
Darum ertönt auf der Wiesn am Samstag eine besondere Durchsage
24.09.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Am kommenden Samstag wird auf dem gesamten Oktoberfest-Gelände eine dreisprachige Durchsage zu hören sein. Der Anlass ist ein trauriger.
Am zweiten Wiesn-Samstag soll gegen 8.45 Uhr auf dem gesamten Oktoberfestgelände eine dreisprachige Durchsage auf Deutsch, Englisch und Italienisch zu hören sein. Sie informiert über einen traurigen Jahrestag: das Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980. In der Durchsage werden die Namen der Todesopfer genannt, gleichzeitig wird auf den Erinnerungsort am Haupteingang der Theresienwiese hingewiesen. Das teilte die Stadt München mit.
Die Durchsage folgt demnach auf eine Kranzniederlegung im Rahmen einer Gedenkfeier zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats. Beginn ist am 26. September um 8 Uhr am Haupteingang der Theresienwiese, eine Stunde vor der Öffnung des Festgeländes. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Stadt München gemeinsam mit der Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes München sowie Überlebenden und Angehörigen.

Als Hauptredner der Feierlichkeiten ist Ramin Assisi vorgesehen, der am 26. September 1980 als Ersthelfer vor Ort war. Der Zugang zur Gedenkfeier ist nach Angaben der Stadt ausschließlich von der Ostseite möglich, über den U-Bahnhof Theresienwiese oder den St.-Pauls-Platz. Besucher müssen mit Taschen- und Sicherheitskontrollen rechnen.
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Attentat von 1980 forderte 13 Menschenleben und 200 Verletzte
Das Oktoberfest-Attentat gilt als der schwerste rechtsterroristische Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Bei dem Bombenanschlag vom 26. September 1980 starben 13 Menschen, darunter der rechtsextreme Attentäter selbst. Mehr als 200 Festbesucher wurden teils schwer verletzt. Viele Betroffene hätten über Jahrzehnte für Aufklärung und Anerkennung gekämpft.

Seit 2020 gibt es am Haupteingang der Theresienwiese den städtischen Erinnerungsort „Dokumentation Oktoberfest-Attentat“. Die Ausstellung des Kulturreferats München stellt die Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt und ist auch während des Oktoberfests barrierefrei und kostenlos zugänglich.













