Breit streuen, ruhig bleiben
Darum sind ETFs eine so beliebte Form der Geldanlage
Aktualisiert am 16.09.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 11 Min.
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Immer mehr Menschen legen ihr Geld mit ETFs günstig und ohne großes Risiko an der Börse an. Was Sie dazu wissen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Wer als Sparer sein Geld gewinnbringend anlegen will, kommt an einem Investment in Aktien kaum vorbei. Immer beliebter werden dabei sogenannte börsengehandelte Indexfonds, kurz ETFs.
Dank ihrer breiten Streuung über Unternehmensanteile ganzer Märkte versprechen diese speziellen Aktienfonds einerseits ein relativ geringes Risiko für Anleger. Andererseits sind die Erträge, genannt Rendite, vergleichsweise hoch, da im Gegensatz zu klassischen Aktienfonds keine teuren Managementgebühren anfallen.
Doch was sind ETFs genau? Wie funktionieren sie? Welche Risiken bergen ETFs? Und lässt sich mit ihnen auch fürs Alter vorsorgen? Alles, was Sie über ETFs wissen sollten, erklären wir in unserem großen Überblick.
Was sind ETFs?
ETFs sind spezielle Fonds, die Ihr Geld meist in Aktien, also Unternehmensanteilen, anlegen. Die Abkürzung ETF steht für die englische Bezeichnung „Exchange Traded Funds“, zu Deutsch: börsengehandelter Indexfonds.
ETFs sind besonders für Börseneinsteiger empfehlenswert. Als Anleger erlaubt Ihnen ein ETF, bequem in Aktien ganzer Märkte oder Regionen zu investieren – ohne dafür einen professionellen Fondsmanager zu beauftragen, der hohe Gebühren für seine Arbeit verlangt.
Was ist überhaupt ein Aktienfonds?
Ein Aktienfonds ist eine Art Korb, der viele verschiedene Unternehmensanteile enthält. Wenn Sie als Anleger Anteile eines Aktienfonds kaufen, also selbst Geld in den Korb legen, profitieren Sie von den Erträgen, die der Aktienfonds erwirtschaftet.
Herkömmliche Aktienfonds werden in der Regel von Banken, Fonds- oder Investmentgesellschaften angeboten, die Geld von Sparern und Investoren einsammeln. Bekannte Fondsgesellschaften sind zum Beispiel Blackrock und Fidelity (beide USA), Union Investment oder die DWS Gruppe aus Deutschland.
ETFs sind spezielle Investmentfonds, die einen Wertpapierindex nachbilden, etwa einen Aktienindex. Das kann zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (Dax) sein, der die 40 wertvollsten deutschen Börsenkonzerne enthält.
Kaufen Sie einen Anteil eines Dax-ETFs, investieren Sie Ihr Geld also gleichzeitig in die Aktien aller Dax-Konzerne, von Adidas über RWE und SAP bis Zalando. Steigt anschließend der Kurs des Dax, wird auch Ihr ETF wertvoller, sodass Sie bei einem späteren Verkauf Gewinne machen.
ETFs sind sehr günstig. Das liegt daran, dass eine Software nach einem vorgegebenen Leitfaden über die Zusammensetzung des Fonds entscheidet und kein teuer bezahlter Fondsmanager, der die Zusammenstellung aktiv steuert. Deshalb nennt man ETFs auch passive Aktienfonds.
Gleichzeitig können ETFs Ihnen als Anleger eine sehr breite Streuung Ihres Geldes über Aktien verschiedener Unternehmen und Märkte bieten. Auf diese Weise ist das Verlustrisiko im Vergleich zum Kauf einzelner Aktien deutlich geringer, da sich die Kursschwankungen der Aktien des Fonds ausgleichen (siehe unten).
Gerade für Menschen, die sich nicht im Detail mit Aktien beschäftigen, aber dennoch an den Erträgen der Börse teilhaben wollen, sind ETFs deshalb die ideale Geldanlage. Das gilt besonders, wenn Sie an einer langfristigen Investition interessiert sind, um die Sie sich wenige Gedanken machen müssen.
