Im weiteren Verlauf treten die Beschwerden auch beim Schlucken weicherer Nahrung auf. Im Spätstadium kann die Speiseröhre so verengt sein, dass die Person selbst Flüssigkeiten und Speichel kaum oder gar nicht herunterschlucken kann.
Weisen auf Blutung hin: Bluterbrechen und schwarzer Stuhl
In fortgeschrittenen Stadien von Speiseröhrenkrebs kann es passieren, dass die Person häufig erbrechen muss. Hat der Tumor eine Blutung ausgelöst, kann das Erbrochene blutig sein. (Mehr zu Bluterbrechen und seinen weiteren möglichen Ursachen lesen Sie hier.)
Auch im Stuhl kann sich Blut befinden. Der Stuhl ist dann auffallend schwarz gefärbt. Fachleute sprechen von einem Teerstuhl.
Zahlreiche weitere Anzeichen möglich
Welche weiteren Symptome auftreten, hängt in erster Linie davon ab, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche Bereiche des Körpers betroffen sind:
Werden etwa umliegende Nerven durch den Tumor gereizt, können Stimmbandprobleme, Schmerzen an der Wirbelsäule oder eine Lähmung des Zwerchfells die Folge sein. Hat der Krebs in die Lunge gestreut, ist Kurzatmigkeit eine mögliche Folge. Ist die Leber befallen, kann sich das unter anderem durch eine Schwellung im Bauchraum bemerkbar machen.
Magenspiegelung bringt Gewissheit
Die Ärztin oder der Arzt wird möglicherweise eine Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm vorschlagen. Bei dieser Untersuchung wird der obere Verdauungstrakt mithilfe eines flexiblen, durch den Mund eingeführten Untersuchungsinstruments begutachtet.
Die Spiegelung dauert nur wenige Minuten und ist normalerweise schmerzfrei. Sie ist jedoch für manche Menschen unangenehm, sodass ein Beruhigungsmittel sinnvoll sein kann. (Mehr zum Ablauf einer Magenspiegelung lesen Sie hier.)
Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs
Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko, Speiseröhrenkrebs zu entwickeln. Sie sollten besonders auf mögliche Anzeichen im Frühstadium achten.
Fachleute unterscheiden insbesondere zwei Formen von Speiseröhrenkrebs, die aus unterschiedlichen Zellen hervorgehen:
- das Plattenepithelkarzinom, das sich aus Zellen der Speiseröhrenschleimhaut entwickelt, und
- das Adenokarzinom, das aus Drüsenzellen besteht.
Die Hauptrisikofaktoren für ein Plattenepithelkarzinom sind Rauchen und Alkoholkonsum. Bei Personen, die sowohl rauchen als auch trinken, ist das Risiko besonders hoch. Zudem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit mit der täglichen Trinkmenge. Gefährdet ist überdies, wer bereits ein Plattenepithelkarzinom beziehungsweise Krebs im Mund-Rachen-Bereich hatte und/oder eine vorangegangene Strahlentherapie in der Hals- oder Brustregion erhalten hat.
Ein Adenokarzinom entwickelt sich vor allem bei Personen, die schon lange Zeit an der Refluxerkrankung leiden. Dabei fließt immer wieder Magensaft in die Speiseröhre. Im Laufe der Zeit kann sich die Schleimhaut in der Speiseröhre verändern. Dann entstehen zunächst Krebsvorstufen, die Fachleute als Barrett-Ösophagus bezeichnen. Nur ein Bruchteil aller Personen mit Barrett-Ösophagus entwickelt tatsächlich Speiseröhrenkrebs. Wichtig ist jedoch, auf mögliche Symptome zu achten und die Speiseröhre regelmäßig untersuchen zu lassen. (Ausführliche Informationen zum Barrett-Ösophagus erhalten Sie hier.) Darüber hinaus können starkes Übergewicht und Rauchen ein Adenokarzinom begünstigen.














