„Unglaublich perfide“
Spanner in Polizei-Hochschule – Ermittler äußern Verdacht
07.10.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Spanner soll den Berliner Polizeinachwuchs für den gehobenen Dienst in intimen Momenten gefilmt haben. Nun meldet die Staatsanwaltschaft einen ersten Erfolg.
In Berlin haben Ermittler am Mittwoch die Wohnung eines 66 Jahre alten Mannes durchsucht. Er werde verdächtigt, heimliche Videoaufnahmen in Damentoiletten des an der Hochschule für Wirtschaft und Recht angefertigt zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.
Betroffen war der Campus der Hochschule im Bezirk Lichtenberg. Dort werden unter anderem Polizistinnen und Polizisten für den gehobenen Dienst ausgebildet.
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Die Kameras waren am 10. Juni 2026 von Studentinnen entdeckt worden. Der Täter hatte sie per Klettverschluss an Mülleimern in den Kabinen befestigt. In weiteren Toilettenräumen fanden sich nur die Klettkonstruktionen, aber keine Kameras mehr. Die Gewerkschaft der Polizei hatte das Vorgehen als „unglaublich perfiden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“ der Studentinnen verurteilt.
Spanner an Polizei-Hochschule: Verdächtiger vorerst wieder frei
Am Mittwoch teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, intensive Ermittlungen hätten mittlerweile auf die Fährte des Verdächtigen geführt. Er sei bei einem an dem Objekt tätigen Unternehmen angestellt.
Der 66-Jährige durfte nach seiner Vernehmung zunächst wieder gehen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauere an, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Noch ist unklar, ob der Verdächtige tatsächlich der Täter ist – und wie viele Frauen er heimlich gefilmt hat.
