Tarifstreit
IG Metall legt Betriebe in Hamburg lahm
02.11.2026 – 06:03 UhrLesedauer: 1 Min.
In Hamburg haben die ersten Warnstreiks der IG Metall Küste begonnen. Beschäftigte des Walzwerks Speira legen die Arbeit nieder, weitere Betriebe folgen.
In Hamburg haben in der Nacht zu Sonntag die ersten Warnstreiks der IG Metall Küste begonnen. Beschäftigte des Recycling- und Walzwerks Speira legten die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft mitteilte. Weitere Betriebe in Hamburg und anderen norddeutschen Städten sind für Montag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Zu den Betrieben, deren Belegschaften zum Streik aufgerufen sind, gehören in Hamburg die Unternehmen Still, ArcelorMittal und Philips. Im schleswig-holsteinischen Flensburg ist Krones betroffen. Die IG Metall Küste verhandelt in der laufenden Tarifrunde für insgesamt 130.000 Beschäftigte in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen.
IG Metall will fünf Prozent mehr Entgelt
Auslöser der Warnstreiks ist das Angebot der Arbeitgeber, das die Gewerkschaft in der zweiten Verhandlungsrunde in Oldenburg zurückgewiesen hatte. Die Arbeitgeber hatten eine Einmalzahlung von 700 Euro zum 1. Juli 2027 sowie eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent ein Jahr darauf angeboten. Gewerkschaftsverhandlungsführer Daniel Friedrich kritisierte, die vorliegende Offerte verschärfe die Verhandlungen und erschwere eine Lösung. „Bei einer Inflationsrate von aktuell 3,3 Prozent wäre das eine knallharte Minusrunde für die Beschäftigten“, sagte Friedrich.
Die IG Metall war mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Entgelt sowie einer Ausbildungsentschädigung in die Tarifrunde gegangen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. November in Bremen geplant.














