Neue Tiere entdeckt
Asiatische Tigermücke breitet sich weiter in Köln und NRW aus
09.09.2026 – 17:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Asiatische Tigermücke wird vermehrt in Köln und Nordrhein-Westfalen entdeckt. Für die Bevölkerung gibt es erste Hinweise.
Die Asiatische Tigermücke wird an immer mehr Orten in Köln und Nordrhein-Westfalen gesichtet. Alleine im Kölner Stadtgebiet wurden im Jahr 2026 an vier Orten Tiere entdeckt und die Funde verifiziert. Die Stadt meldete unter anderem Funde in Lindenthal, in der Nähe des Aachener Weihers, Weiden und Klettenberg im Äußeren Grüngürtel. Erst Ende August wurden die letzten Tigermücken in Köln entdeckt.
Eine flächendeckende Ausbreitung ist bislang nicht zu beobachten. Eine Stadtsprecherin sagte auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online: „Bisher handelt es sich bis auf einen Fundort um Einzelvorkommen und nicht um etablierte Populationen.“ Aufgrund von Gütertransporten und eines erhöhten Reiseaufkommens sei allerdings davon auszugehen, dass auch in Zukunft Asiatische Tigermücken in Köln nachgewiesen würden.
Asiatische Tigermücke in Köln und NRW: Institut meldet Ausbreitungsgebiete
Die Tigermücke ist ursprünglich in Südostasien beheimatet, hat sich wegen der globalen Erwärmung mittlerweile in Europa ausgebreitet. In Deutschland kommt es seit mehreren Jahren zu vereinzelten Nachweisen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weist für drei Städte und Kreise in NRW eine rote Zone aus, die für eine etablierte Population steht: Köln, Bonn und den Rhein-Erft-Kreis.
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Die Tiere sind vor allem in südlicheren Regionen als Überträger von Krankheiten wie dem Chikungunya-, Zika- oder Dengue-Virus bekannt. Beim Chikungunya-Virus wird eine Fiebererkrankung übertragen, die neben Fieber auch Hautausschlag, Müdigkeit und teils wochenlange Gelenkschmerzen verursachen kann.
Chikungunya-Fieber: Gesundheitsamt in Köln meldet drei Fälle
In Köln wurden dem Gesundheitsamt im Jahr 2026 bislang drei Fälle des sogenannten Chikungunya-Fiebers gemeldet. Alle Betroffenen steckten sich allerdings nachweislich im Ausland an. Eine Stadtsprecherin betonte: „Bisher gibt es keine bekannten Fälle einer in Deutschland erworbenen Chikungunya-Infektion, insbesondere auch nicht in Köln.“

Die Asiatische Tigermücke ist ein wenig größer als die Gemeine Stechmücke, die in Europa weitverbreitet ist. Die Tiere können bis zu einen Zentimeter lang werden und sind auffällig schwarz und weiß gemustert. Bürger, die Tiere entdecken, können diese bei der zuständigen städtischen Behörde melden, idealerweise mit einem passenden Foto. Die Experten überprüfen anschließend, ob es sich tatsächlich um eine Tigermücke handelt.















