Ausfälle und Verspätungen
Kaputte Weiche verursacht Chaos bei der Deutschen Bahn in NRW
09.09.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Fast 36 Stunden stauen sich auf einem Streckenabschnitt bei Köln die Züge. Eine zusätzliche Baustelle beeinträchtigt den Verkehr der Deutschen Bahn erheblich.
Eine Weichenstörung auf der Zugstrecke zwischen Köln und Koblenz hat bis Mittwoch (9. September) erhebliche Ausfälle und Verspätungen verursacht. Betroffen war seit Montagnachmittag der Streckenabschnitt zwischen Andernach und Bad Breisig, wie die Deutsche Bahn auf der Informationsplattform „zuginfo.nrw“ mitteilte. In der Folge kam es zu großen Problemen im Zugverkehr in ganz Nordrhein-Westfalen.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online: „Die Schäden an der betroffenen Weiche in Andernach ging auf einen Defekt an einem Bauteil zurück. Fachleute haben das Bauteil jetzt ersetzt.“ Weil es zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten kam, war der acht Kilometer lange Streckenabschnitt länger als ursprünglich gedacht nicht befahrbar.
Deutsche Bahn: Zugstrecke bei Köln teils gesperrt – erhebliche Ausfälle
Betroffen waren vor allem die Regionalexpress-Linie RE5 sowie die Regionalbahnlinie RB26. Die Züge des RE5 wurden umgeleitet, die Züge der RB26 in Richtung Koblenz endeten und begannen in Remagen. Die Züge in Richtung Köln endeten und begannen in Weißenthurm. Erst am Mittwochmorgen konnte der betroffene Streckenabschnitt wieder freigegeben werden.
Ein Problem der Verantwortlichen: Da die rechtsrheinische Strecke zwischen Köln und Wiesbaden noch bis Dezember umfassend saniert wird, müssen etliche Züge über die linksrheinische Strecke umgeleitet werden. Diese war seit Montagnachmittag für rund 36 Stunden aber nur eingleisig befahrbar. Die Folge waren erhebliche Verspätungen und Zugausfälle.
Zugchaos in Nordrhein-Westfalen: Großbaustelle beeinträchtigt Verkehr
Ein Bahnsprecher sagte zu den aktuellen Einschränkungen: „Auf der linken Rheinstrecke erwarten wir täglich rund 80 zusätzliche Güterzüge zwischen Koblenz und Köln sowie rund 70 zusätzliche Güterzüge zwischen Koblenz und Mainz im Vergleich zum regulären Betrieb.“ Störungen, wie etwa an der defekten Weiche, hätten daher größere Auswirkungen als üblich. Die Deutsche Bahn hatte die Ausweichstrecke bereits vor der Großbaustelle zwischen Köln und Wiesbaden saniert, um sie auf die zusätzliche Belastung vorzubereiten.
Dennoch kam es am Montag, Dienstag und Mittwoch zu Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen, auch auf anderen Linien. Ein Sprecher erklärte: „Schon einzelne Störungen können sich hier schnell und spürbar auf den Zugverkehr auswirken. […] Auf vielen Korridoren nutzen Nahverkehr, Fernverkehr und Güterzüge gemeinsam die gleichen Gleise. […] Verspätungen oder Störungen wirken sich schnell auf andere Angebote aus und können die Fahrplanstabilität im gesamten Netz beeinträchtigen.“
Seit Mittwochmorgen normalisiert sich der Zugverkehr in Köln und Nordrhein-Westfalen langsam wieder. Einzelne Züge hatten am Vormittag noch Verspätungen, die Einschränkungen sollen allerdings sukzessive zurückgehen. Fahrgäste werden dennoch gebeten, ihre Verbindungen vor der Abfahrt zu prüfen.















