ARD legt Gehälter offen
So gut verdient RBB-Chefin Ulrike Demmer
Aktualisiert am 04.11.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Die ARD hat die Vergütungen ihrer Senderchefs veröffentlicht. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gehalt liegen fast 167.000 Euro.
Die ARD hat die Gehälter ihrer Intendantinnen und Intendanten für das Jahr 2025 im Internet veröffentlicht. Unter den ganzjährig amtierenden Senderchefs erhielt RBB-Intendantin Ulrike Demmer mit rund 233.900 Euro die niedrigste Gesamtvergütung. Den Spitzenwert erzielte SWR-Intendant Kai Gniffke mit rund 400.600 Euro.
Gniffkes Gesamtvergütung setzt sich aus Jahresbezügen von rund 392.500 Euro sowie Sachbezügen von gut 8.000 Euro zusammen. Hinter ihm folgen WDR-Intendantin Katrin Vernau mit 359.500 Euro und BR-Chefin Katja Wildermuth mit rund 348.100 Euro.
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl kam auf rund 304.500 Euro und lag damit höher als mehrere Senderchefs. MDR-Intendant Ralf Ludwig und Radio-Bremen-Chefin Yvette Gerner erhielten jeweils rund 294.000 Euro. hr-Intendant Florian Hager kam auf rund 267.200 Euro, SR-Intendant Martin Grasmück auf rund 246.800 Euro.
NDR-Intendant verdient in vier Monaten rund 102.600 Euro
Beim Norddeutschen Rundfunk gab es 2025 einen Führungswechsel. Der frühere Intendant Joachim Knuth erhielt bis Ende August insgesamt rund 258.800 Euro. Sein Nachfolger Hendrik Lünenborg kam für die vier Monate ab September auf rund 102.600 Euro.
Die Vergütungen werden laut ARD nicht von den Intendantinnen und Intendanten selbst bestimmt, sondern von den Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalten, in der Regel den Verwaltungsräten. Im Gegensatz zu tariflich beschäftigten Mitarbeitern werden die Senderchefs außertariflich bezahlt. Neben den Jahresbezügen weist die ARD auch Aufwandsentschädigungen und Sachbezüge aus, darunter geldwerte Vorteile durch privat nutzbare Dienstwagen oder Bahncards.
