November 4, 2026 7:31 p.m. CET

Masters Paris

Zverev verliert sein erstes Spiel als Weltranglistenerster

04.11.2026 – 17:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Alexander Zverev (Archivbild): Er ist die neue Nummer eins. (Quelle: Max Slovencik/APA/dpa/dpa-bilder)

Der Aufstieg an die Tennisspitze löste eine Debatte aus – die erste Bewährungsprobe geht schief. Der Hamburger scheidet beim turnier in Frankreich in der zweiten Runde aus und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Alexander Zverev hat sein Debüt als Weltranglistenerster mit einer Niederlage beendet. Beim Masters-Turnier in Paris unterlag der 29-jährige Hamburger am Mittwoch in der zweiten Runde dem Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7) und 2:6.

Zverev hatte erst am Montag den verletzten Jannik Sinner offiziell als Weltranglistenersten abgelöst. Sinner hatte seine Saison wegen Kniebeschwerden vorzeitig beendet. Seither steht Zverevs Aufstieg an die Spitze in der Kritik: Seine Rivalen Sinner und Carlos Alcaraz fehlten monatelang verletzt, zudem weist der Deutsche in diesem Jahr eine negative Bilanz gegen Spieler aus den Top 10 auf. Auf der anderen Seite gewann er in diesem Jahr in Paris und New York seine ersten beiden Grand-Slam-Titel.

Zverev genervt von der öffentlichen Debatte

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zeigte sich Zverev genervt von der öffentlichen Debatte. Laut dem Portal „Tennismajors“ sagte er: „Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in den letzten Tagen so oft rechtfertigen musste wie ich, was mich ehrlich gesagt nervt.“ Er habe „das Gefühl, ich bin die einzige Nummer 1 in der Tennisgeschichte, die erklären muss, warum es in Ordnung ist, dass ich die Nummer 1 bin, was ich ziemlich schwierig finde.“ Für ihn selbst sei die Sache klar: „Ich habe es verdient, dort zu sein, wo ich bin.“



Ich habe es verdient, dort zu sein, wo ich bin.


Alexander Zverev


Für die Niederlage selbst suchte Zverev keine Ausreden. Im ersten Satz führte er im Tiebreak bereits mit 5:2, ehe Musetti das Risiko erhöhte und den Satz noch drehte. Der Italiener setzte dabei häufig auf einen Rückhand-Slice, der Zverev daran hinderte, seine gewohnte Schlagkraft zu entfalten. Im zweiten Satz verlor Zverev früh sein Aufschlagspiel zum 1:2 und fand danach keine Gegenwehr mehr.

Zverev fasste es knapp zusammen: „Um es einfach auszudrücken: Er hat wirklich gut gespielt und ich habe wirklich schlecht gespielt.“ Es sei einer seiner schwächsten Auftritte der vergangenen Monate gewesen. „Ich war schlecht. Das ist ganz einfach, es gibt keine Ausreden.“

Zverevs Gegner ist ein bisschen „geschockt“

Musetti ist erst der fünfte männliche Profi der Tennisgeschichte, dem es gelang, einen Gegner in dessen erstem Spiel als Weltranglistenersten zu bezwingen. Der Weltranglisten-24. zeigte sich selbst überrascht von seiner Leistung: „Es ist unglaublich“, sagte er und gab an, ein bisschen „geschockt“ zu sein, welches Niveau er gegen Zverev habe abrufen können. In den vergangenen fünf direkten Duellen hat Zverev nun vier verloren.

Nach dem frühen Ausscheiden in Paris hat Zverev nun mehr Zeit zur Erholung vor den ATP Finals, die vom 15. bis 22. November stattfinden. Unmittelbar danach tritt er bei der Davis-Cup-Endrunde in Bologna an. Das deutsche Team trifft dort zunächst am 26. November auf Großbritannien. Im Halbfinale würde zwei Tage später der Sieger des Duells zwischen Spanien und Österreich warten.

Aktie.
Die mobile Version verlassen