Innenministerium hat Liste erstellt
Hessen warnt vor Krisen: Diese Vorräte sollten Sie Zuhause haben
Aktualisiert am 13.10.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Hessen baut den Katastrophenschutz aus. Auch die Bevölkerung soll sich auf Krisen vorbereiten. Innenminister Poseck (CDU) erklärt, welche Vorräte unverzichtbar sind.
Stromausfälle, Unwetter, Waldbrände oder Cyberangriffe: Hessen will für Krisen besser gewappnet sein. Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung am Dienstag, 13. Oktober, ruft Innenminister Roman Poseck (CDU) die Bevölkerung dazu auf, sich auf mögliche Notfälle vorzubereiten.
„Vorsorge ist keine Panikmache, sondern Verantwortung für sich selbst und für andere“, erklärte Poseck. Das Bundesland habe den Brand- und Katastrophenschutz gestärkt und investiere in Warnsysteme und Notfallausrüstung. Gleichzeitig seien die Menschen selbst gefragt.
Mehr Sirenen und Notstrom für Hessen
Seit 2008 hat Hessen nach Angaben des Innenministeriums mehr als 100 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investiert. Die Zahl der Einsatzfahrzeuge sei von weniger als 300 auf rund 900 gestiegen. Für länger andauernde Stromausfälle stehen unter anderem mobile Notstromaggregate bereit. Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt kann auf ein Großstromaggregat zur Unterstützung kritischer Infrastruktur zugreifen.
Auch die Warnung der Bevölkerung soll besser funktionieren. Nach Angaben des Landes sind in den hessischen Kommunen mehr als 4.000 Sirenen aktiv. Ergänzend kommen Warn-Apps wie NINA zum Einsatz. Mit dem Programm KOMPASS Resilienz unterstützt Hessen zudem Kommunen dabei, ihre Krisenpläne zu verbessern und die Einsatzfähigkeit von Verwaltungen und Katastrophenschutz zu sichern. Laut Innenministerium nehmen aktuell 29 Städte, Gemeinden und Landkreise teil.

Wie werden Menschen in Hessen gewarnt?
Für die Bewohner ist wichtig, sich nicht allein auf Sirenen zu verlassen. Die Stadt Frankfurt etwa nennt als Warnwege unter anderem Apps, Radio und Fernsehen, digitale Anzeigetafeln in der Innenstadt und an Haltestellen sowie Lautsprecherwagen. Das Frankfurter Sirenennetz befindet sich nach Angaben der Stadt noch im Aufbau.
Wer im Notfall möglichst schnell informiert sein möchte, sollte deshalb die Warn-App NINA auf dem Smartphone installieren und die offiziellen Informationskanäle der Stadt, der Feuerwehr und der Polizei im Blick behalten.
Diese Vorräte sollten Sie zu Hause haben
Das Innenministerium empfiehlt, sich auf eine Versorgung für zehn Tage vorzubereiten. Dazu gehören ausreichend Wasser und haltbare Lebensmittel, die sich möglichst auch ohne Strom zubereiten lassen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt zwei Liter Wasser pro Person und Tag. Für zehn Tage sind das 20 Liter pro Person. Wer nicht sofort einen so großen Vorrat anlegen kann, sollte zumindest für drei Tage planen und die Vorräte nach und nach erweitern.
Außerdem sollten Haushalte folgende Dinge griffbereit haben:
- Medikamente und Hausapotheke: persönlich benötigte Arzneimittel, Verbandsmaterial und wichtige medizinische Hilfsmittel.
- Licht und Information: Taschenlampe, Ersatzbatterien sowie ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio.
- Kommunikation: eine geladene Powerbank und wichtige Telefonnummern auf Papier.
- Dokumente: Kopien wichtiger Unterlagen und ein gepackter Notfallbeutel.
- Lebensmittel: haltbare Vorräte, die möglichst ohne Kühlschrank auskommen.














