„Seine Geschichte ist perfide“
Fast zu Tode gehungert: Tierheim trauert um Speedy
13.10.2026 – 10:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Speedy kam bis auf die Knochen abgemagert ins Franziskus-Tierheim. Tierpfleger, seine neue Familie und Paten kämpften sich mit ihm zurück ins Leben. Nun mussten sie Abschied nehmen.
„Er hat in der Vergangenheit erfahren müssen, wie grausam Menschen sein können“: Mit diesen Worten verabschiedete sich das Franziskus-Tierheim in einem Instagram-Post von Hund Speedy. Er wurde vor etwa zwei Jahren im Tierheim aufgepäppelt.
Das war auch notwendig, denn als Speedy im Tierheim abgegeben wurde, war er nur noch Haut und Knochen. Seine Rippen traten bereits aus dem Fell, sodass das Tierheim auf Instagram sogar eine Triggerwarnung vor einem Bild, das Speedy im früheren Zustand zeigt, ausspricht.
30 Gramm Trockenfutter am Tag
„Seine Geschichte ist perfide: Angeschafft als Gesellschaft für „Mutti“, hat man ihn am Ende fast verhungern lassen“, schreibt das Tierheim im Beitrag zu Ehren des Hundes. Als die Besitzerin wieder arbeiten musste, habe Speedy unter Stress gelitten.

„Er hatte so viel Stress alleine, dass er Zuhause Durchfall bekam. Die Lösung dieser Menschen war einfach: Man gibt diesem Hund einfach nur 30 Gramm Trockenfutter und minimal Wasser pro Tag“, beschreibt das Tierheim Speedy damaliges „Zuhause“. Die Besitzerin habe so in Kauf genommen, dass der Vierbeiner „elendig verhungere“, heißt es.
Ein Ende von Speedys Leiden
Als Speedy in das Franziskus-Tierheim gebracht wurde, haben die ehemaligen Besitzer nach Angaben des Tierheims eine andere Geschichte erzählt. Mit Blick auf den schrecklichen Zustand des Hundes konnte das Tierheim diese Geschichte nicht glauben. „Für uns war nur wichtig, Speedy aus dieser Situation zu bekommen und ihn dann Stück für Stück ins Leben zurückbegleiten zu dürfen“, heißt es.
Dabei wurde er zuerst in einer Pflegestelle in Hamburg aufgepäppelt. Anschließend kam Speedy zu einer Dauerpflegestelle aufs Land. Auf dem Land gab es für ihn Hundefreunde zum Kuscheln und eine große Portion Zuneigung. „Vor allem musste er nie nie wieder Hunger leiden“, erklärt das Tierheim und bedankt sich bei der Pflegestelle, die Speedy in den vergangenen zwei Jahren erfahren durfte. Auch die Paten, die den Rüden unterstützt haben, wurde gedankt.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
„Run free kleiner Schatz“
„Nun ist er frei von Schmerzen“, schreibt das Tierheim und verabschiedet sich mit den Worten „Run free kleiner Schatz, wir werden Dich niemals vergessen!“ In den fast 300 Kommentaren zeigen sich die meisten schockiert und verabschieden Speedy. „Ich werde niemals begreifen, wie man unschuldigen Lebewesen solch grausame Dinge antun kann!“, und „Menschen sind einfach nur grausam. Gute Reise Speedy“, heißt es.
Auch der Hamburger Fernsehköchin Cornelia Poletto gefällt der Beitrag. Sie selbst hat eine Verbindung zum Fanziskus-Tierheim. Ihr vor zwei Jahren verstorbener Dackel Franz stammte ursprünglich aus dem Tierheim. Außerdem engagierte sie sich im Jahr 2013 als „Botschafterin des Hundes“ für den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), um auf die Bedeutung von Hunden in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.














