September 6, 2026 11:25 p.m. CEST

Sachsen-Anhalt-Wahl

Nur eine Altersgruppe wählte die AfD nicht mit absoluter Mehrheit


06.09.2026 – 22:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Sven Schulze am Wahlabend: Die Partei des amtierenden Ministerpräsidenten schnitt vor allem bei älteren Wählern gut ab. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen sich teils deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den über 70-Jährigen liegen CDU und AfD gleichauf.

Am Sonntag hat Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag gewählt. Die AfD ging als klare Siegerin aus der Wahl hervor und erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen wie die zweitplatzierte CDU. Zusätzliche Erkenntnisse liefert der Blick auf einzelne Altersgruppen. Dabei offenbaren sich sowohl Gemeinsamkeiten als auch markante Unterschiede.

Wie Infratest dimap für die ARD ermittelte, wurde die AfD in nahezu allen Altersgruppen stärkste Kraft. Einzig in der Gruppe der über 70-Jährigen lag sie mit 31 Prozent der Stimmen gleichauf mit der CDU. Am größten war die Zustimmung zur AfD in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen. Hier holte die Partei 53 Prozent der Stimmen.

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Bei den 18- bis 24-Jährigen wurde die AfD ebenfalls stärkste Kraft und holte 42 Prozent der Stimmen. Während die Partei damit leicht hinter ihrem Gesamtergebnis zurückblieb, konnten Linke und Grüne in dieser Altersgruppe besonders punkten. Während die Linkspartei 17 Prozent verbuchen konnte, kamen die Grünen auf 13 Prozent. Verheerend fiel hingegen das Ergebnis für die CDU aus. Die Partei, die in Sachsen-Anhalt seit 2002 den Ministerpräsidenten stellt, kam bei den Jungwählern auf lediglich 5 Prozent.

Der Blick auf einzelne Parteien

Die Grünen erzielten ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Am größten war die Zustimmung unter den 25- bis 34-Jährigen. Sie votierten zu 15 Prozent für die Partei. Deutlich unter ihrem Gesamtergebnis blieben die Grünen dagegen bei den 60- bis 69-Jährigen (6 Prozent) sowie bei den über 70-Jährigen (5 Prozent). Die Linke verbuchte ihr schwächstes Ergebnis mit 6 Prozent bei den 45- bis 59-Jährigen.

Wie die CDU konnte auch die SPD ihr bestes Ergebnis bei den über 70-Jährigen erzielen. In dieser Altersgruppe erhielt sie rund 12 Prozent der Stimmen. In allen anderen Altersgruppen lag sie zwischen 7 und 8 Prozent. Das BSW bewegte sich derweil in allen Altersgruppen nahe an ihrem Gesamtergebnis – knapp ober- bzw. unterhalb der 5-Prozent-Hürde.

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