Katie Zacharia
Das ist Donald Trumps neue Pressesprecherin
14.10.2026 – 13:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie ist Trumps neue Stimme im Weißen Haus: Katie Zacharia folgt auf Karoline Leavitt. Ihre Vergangenheit wirft Fragen auf.
Katie Zacharia hat ihren ersten Auftritt als Sprecherin des Weißen Hauses hinter sich. Am Dienstag trat die 41-Jährige erstmals in ihrer Funktion als Sprecherin des Weißen Hauses vor die Presse. Es war eine durchwachsene Konferenz: Sie dauerte nur 14 Minuten langJournalisten von drei Medien durften Fragen stellen. Beides war ausgesprochen dürftig im Vergleich zu sonstigen Presseveranstaltungen im Weißen Haus. Auch stolperte Zacharia mehrfach über ihre Worte, verhaspelte sich und sprach von ihrem „Präsidenten“, als sie ihren Ehemann meinte. Dabei ist Zacharia durchaus nicht neu im Mediengeschehen.
Sie trat als Kommentatorin in Medien wie CNN, Fox News und Newsmax auf und auch im Trump-Team ist sie nicht neu. Zacharia war zuvor Kommunikationsberaterin der Trump Media and Technology Group, die die Social-Media-Plattform Truth Social betreibt. Zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit arbeitete sie kurzzeitig als stellvertretende Sprecherin im Ministerium für Innere Sicherheit. Auch war sie Rechtsberaterin für „Fix California“, eine MAGA-nahe Gruppe, die sich gegen linke Politik in den USA einsetzt.
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Trumps neue Sprecherin verbreitete Verschwörungsmythen
Auch ließ sie in den vergangenen Jahren keinen Zweifel daran, mit Trump und seiner Politik einer Meinung zu sein. In den sozialen Medien unterstützte und verbreitete sie dessen Haltungen massiv, machte dabei auch vor hetzerischer Rhetorik gegenüber politischen Gegnern bis hin zu Verschwörungsmythen nicht halt. Sie erhob wiederholt unbegründete Pädophilievorwürfe gegen prominente Demokraten, nahm Bezug auf die widerlegte sogenannte „Pizzagate“-Theorie und drängte auf aggressiveres Vorgehen gegenüber Eingewanderten in den USA. Einige ihrer Beiträge auf X sind mittlerweile gelöscht, andere auf Truth Social weiterhin öffentlich abrufbar. Der Sender CNN hat zahlreiche Posts ausgewertet.
Zacharia galt nach Bekanntwerden von Karoline Leavitts Rücktritt nicht als aussichtsreiche Kandidatin für die prestigeträchtige Position im Weißen Haus. In den Tagen vor der Verkündung ihrer Ernennung lag ihre Chance, den Posten zu bekommen, auf der Prognoseplattform Kalshi bei etwa einem Prozent. Auf Nachfragen von CNN stärkte das Weiße Haus seiner neuen Sprecherin jedoch massiv den Rücken. Sie sei eine „fabelhafte und wunderbare“ Verstärkung für das Team, erklärte Kommunikationsdirektor Steven Cheung.
Auch Trump beschrieb Zacharia bei seiner Bekanntgabe der Ernennung vergangene Woche auf Truth Social als „loyale und brillante Unterstützerin“, die ein „hingebungsvoller Fan und Mitglied von MAGA“ sei. Zacharia muss in die Fußstapfen von Karoline Leavitt treten, die zu den engsten Beraterinnen von Präsident Trump gehörte. Leavitt, die im Sommer ausgeschieden war, gab kürzlich bekannt, dass sie als Kommentatorin zu Fox News wechseln wird.
