Oktober 14, 2026 3:57 p.m. CEST

Patchday im Oktober

Microsoft schließt 1.400 Lücken – eine wird bereits ausgenutzt


14.10.2026 – 14:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Windows-Update: Über Sicherheitslücken können Angreifer Schadcode ausführen. (Quelle: Pond5 Images/imago)

Microsoft hat erneut eine Rekordzahl an Sicherheitslücken geschlossen. Eine davon nutzen Angreifer bereits. Für manche Windows-Nutzer war es das letzte Update.

Microsoft hat Sicherheitsupdates für mehr als 1.400 Schwachstellen in seinen Produkten veröffentlicht. Eine Lücke in Windows nutzen Angreifer bereits aus. Das geht aus der Übersicht hervor, die der Konzern zum monatlichen Patchday in seinem Leitfaden für Sicherheitsupdates veröffentlicht hat.

Mit 1.102 Fehlern betrifft der Großteil Windows. 134 Lücken stecken in den Office-Programmen, die übrigen verteilen sich unter anderem auf Entwicklerwerkzeuge, die Datenbanksoftware SQL Server, Exchange Server und den Unternehmensdienst Sharepoint.

Gefahr durch präparierte Dateien

Die bereits ausgenutzte Lücke steckt in der Windows Shell, also der Bedienoberfläche des Systems. Microsoft beschreibt sie als Umgehung einer Sicherheitsfunktion. Nach Angaben des IT-Portals „Heise“ können Angreifer so eine Warnung aushebeln, die Windows beim Öffnen von Dateien aus dem Internet anzeigt. Damit der Angriff gelingt, muss das Opfer etwa einen manipulierten E-Mail-Anhang öffnen. Wie viele Angriffe es bislang gegeben hat, ist nicht bekannt. Betroffen sind Windows 10 und 11 sowie mehrere Server-Versionen.

  • Microsoft-Bürosoftware: Supportende für Office 2021 – was Nutzer jetzt tun sollten

Eine weitere Schwachstelle im .NET Framework, einer Softwaregrundlage für viele Windows-Programme, war schon vor dem Update öffentlich bekannt. In Office stecken dem Bericht zufolge mehrere als kritisch eingestufte Lücken, über die Angreifer Schadcode ausführen könnten.

Letztes Update für Windows 11 24H2

Windows verteilt die Updates automatisch. Wer nicht warten will, kann die Installation in den Einstellungen unter „Windows Update“ manuell starten. Für Windows 11 trägt das Paket die Kennung KB5127648.

Für Windows 11 in der Version 24H2 ist es das letzte reguläre Sicherheitsupdate in den Editionen Home und Pro. Wer weiter geschützt bleiben will, muss auf eine neuere Version wie 25H2 oder 26H2 wechseln. Privat genutzte Geräte erhalten das Upgrade laut Microsoft automatisch. Welche Version installiert ist, steht in den Einstellungen unter „System“ und „Info“.

Windows 10 bekommt das Update nur, wenn der Rechner am Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) teilnimmt. Für private Nutzer hat Microsoft dieses Programm im Juni um ein Jahr bis Oktober 2027 verlängert.

Aktie.
Die mobile Version verlassen