„Zu politisch“
Ex-„Tagesschau“-Sprecher beklagt angebliche Absagen in Frankfurt
26.09.2026 – 20:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Constantin Schreiber sucht vergeblich eine Frankfurter Bühne für sein neues Programm. Mehrere Veranstalter hätten abgesagt – einer Begründung zufolge sei die Show „zu politisch“.
Der ehemalige „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber hat sich über Absagen für seine geplante Bühnenshow in Frankfurt beklagt. Für sein neues Live-Programm „Sagen, was ist“ habe sich bislang kein geeigneter Veranstaltungsort in der Mainmetropole gefunden.
„Wir haben lauter Absagen bekommen, unter anderem mit der Begründung, mein Programm sei zu politisch“, sagte Schreiber in einem Beitrag in den sozialen Medien. Das habe bei ihm Fragen aufgeworfen. „Eigentlich versuche ich ja nur, mit gesundem Menschenverstand auf das zu blicken, was gerade bei uns und in der ganzen Welt passiert.“
Schreiber geht in zahlreichen Städten auf Tour
Welche Frankfurter Veranstaltungsorte angefragt wurden und von wem die von Schreiber genannte Begründung stammt, ließ er offen. Seine Angaben zu den Absagegründen können deshalb bislang nicht unabhängig überprüft werden. t-online hat den Veranstalter der Tour um nähere Angaben zu den angefragten Häusern und den jeweiligen Begründungen gebeten.
Für andere deutsche Städte sind dagegen bereits zahlreiche Termine angesetzt. Der derzeit veröffentlichte Tourplan führt Schreiber 2027 unter anderem nach München, Köln, Leipzig und Berlin. Auch Auftritte in Stuttgart, Mannheim, Hannover und weiteren Städten sind vorgesehen. Frankfurt findet sich bislang nicht auf der Liste.
Schreiber will „die Dinge so beschreiben, wie sie sind“
Mit „Sagen, was ist“ will Schreiber nach eigener Darstellung aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen behandeln, ohne sich politischen oder ideologischen Erwartungen unterzuordnen. In der offiziellen Beschreibung des Programms werden unter anderem Israel, politischer Islam, Integration, Medien und die öffentliche Debatte als Themen genannt.
Er wolle nicht politisch oder ideologisch eingefärbt auf die Welt und die Themen unserer Zeit blicken, sondern „die Dinge so beschreiben und analysieren, wie sie sind“, erklärte Schreiber.
Der Journalist hatte die „Tagesschau“ im Mai 2025 nach achteinhalb Jahren verlassen. Anschließend wechselte er zu Axel Springer. Im Sommer dieses Jahres wurde bekannt, dass Schreiber und der Medienkonzern ihre Zusammenarbeit zum 31. Dezember 2026 beenden wollen. Danach will er sich eigenen Projekten widmen.
Unterstützung für seine Kritik an den Frankfurter Absagen bekam Schreiber unter anderem von Frauke Petry. Die frühere AfD-Vorsitzende schrieb auf X, vergleichbare Erfahrungen machten sie und „freiheitliche Organisationen“ seit Jahren. Positionen abseits eines von ihr so bezeichneten „woken, etatistischen Mainstreams“ würden ihrer Ansicht nach ausgegrenzt. Petry engagiert sich inzwischen in der nationalliberalen und libertären Kleinstpartei „Team Freiheit“.














