Krach sieht „durchaus sehr hohe Hürden“
Berliner SPD sagt Gesprächen mit der Linken zu
26.09.2026 – 21:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Die SPD will mit der Linken über eine mögliche Regierung in Berlin sprechen. Ihr Landeschef Steffen Krach zweifelt allerdings am Vertrauen zwischen den Parteien.
Die Berliner SPD will mit der Linken über eine mögliche Regierungszusammenarbeit sprechen. Der Landesvorstand habe einstimmig beschlossen, die Einladung der Linkspartei zu Sondierungsgesprächen anzunehmen, teilten die Sozialdemokraten am Samstagabend mit.
Für die SPD sollen unter anderem die beiden Landesvorsitzenden Bettina König und Steffen Krach sowie Derya Caglar aus der Abgeordnetenhausfraktion an den Gesprächen teilnehmen. Je nach Thema können bis zu zwei weitere Mitglieder des geschäftsführenden Landesvorstands oder Fachleute hinzukommen.
Krach: Vergangene Tage „nicht absolut vertrauensbildend“
Die Linke war bei der Abgeordnetenhauswahl am vergangenen Sonntag mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden. Sie hat Grüne und SPD zu Gesprächen über ein rot-grün-rotes Bündnis eingeladen. Spitzenkandidatin Elif Eralp will als erste Politikerin der Linken Regierende Bürgermeisterin werden. Die SPD landete bei der Wahl auf Platz fünf.
- Ungeklärte Frage: Grünen-Chefin will Berliner Linke von zwei Ressorts fernhalten
Ob das Bündnis zustande kommt, ist offen. Krach hatte bereits vor dem Parteitag der Linken betont, der Erfolg der Gespräche sei keineswegs sicher. „Es gibt durchaus sehr hohe Hürden“, sagte er. „Ehrlich gesagt, die letzten Tage waren jetzt auch nicht so, dass sie absolut vertrauensbildend waren.“
Die Berliner Linke steht unter anderem wegen Positionen von Teilen der Partei zum Nahostkonflikt in der Kritik. Die Parteispitze weist Antisemitismusvorwürfe zurück. In den Sondierungen wollen die Parteien nun prüfen, ob formelle Koalitionsverhandlungen Aussicht auf Erfolg hätten. Rechnerisch möglich wäre auch ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD.














