Mehrere Bombendrohungen
Flugchaos in Europa: Militär im Einsatz
Aktualisiert am 05.11.2026 – 11:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Bombendrohungen halten den europäischen Flugverkehr in Atem. Am Donnerstag sind mehrere Passagiermaschinen betroffen.
Am Donnerstagmorgen sind Bombendrohungen gegen mehrere Passagierflugzeuge in Europa eingegangen. Unter anderem sorgten die Drohungen auf Flügen rund um Dublin, Rom, Mailand, Warschau, Brüssel und Helsinki für Alarm. In Frankreich stiegen nach Angaben der Luftwaffe Kampfjets auf, um eines der Flugzeuge abzufangen. Auch in der dänischen Hauptstadt wurden die Polizei und der Kampfmittelräumdienst der Streitkräfte zum Flughafen Kopenhagen gerufen, um eine verdächtige Situation zu untersuchen.
Ein Airbus A320 auf dem Weg von Dublin nach Rom wurde auf den französischen Militärflugplatz Évreux in der Normandie umgeleitet. Das berichtete der Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf das Büro des französischen Premierministers. Die Regierung verfolge die Lage in Echtzeit hieß es am Morgen.
Ob sich tatsächlich Sprengstoff an Bord befindet, ist laut Medienberichten bislang unklar. Zur Zahl der Passagiere und zu möglichen weiteren Maßnahmen lagen zunächst keine Informationen vor.
Auch für einen Flug der polnischen Fluggesellschaft LOT von Warschau nach Brüssel ging eine Bombendrohung ein. Die Maschine konnte jedoch ohne Probleme auf dem Flughafen der belgischen Hauptstadt landen, wie die Zeitung „Het Nieuwsblad“ unter Berufung auf die Sprecherin des Flughafens Brüssel berichtet. „In diesem Fall führt die Föderale Polizei die notwendigen Untersuchungen durch. Aufgrund ihrer Ermittlungen waren für diesen Flug keine weiteren Maßnahmen erforderlich“, sagte Sprecherin Ihsane Chioua Lekhli.
Serie von Bombendrohungen in Europa
Bereits am Dienstag hatten mehrere Bombenalarme den europäischen Flugverkehr beeinträchtigt. Der Flughafen Warschau-Modlin wurde nach einer Drohung gegen einen LOT-Flug aus London vorübergehend geschlossen. Am Warschauer Chopin-Flughafen durchsuchten Einsatzkräfte zudem eine SAS-Maschine aus Kopenhagen.
Nach Angaben polnischer Behörden handelte es sich dabei um eine koordinierte Serie falscher Bombendrohungen. Betroffen waren unter anderem Flüge von Ryanair und Wizz Air sowie ein Kreuzfahrtschiff in Griechenland. Bei den Kontrollen wurde kein Sprengstoff gefunden.
Ob die beiden Vorfälle vom Donnerstag mit dieser Serie zusammenhängen, ist ist noch offen.
