„Ich bin kein Roboter“
Zverev kündigt nach Halbfinal-Aus eine Auszeit an
18.10.2026 – 08:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander Zverev scheidet in Shanghai im Halbfinale aus und kündigt danach eine Pause an. Der Grund dafür liegt in einem vollen Terminkalender seit den US Open.
Nach seiner Halbfinalniederlage beim ATP-Masters in Shanghai hat Alexander Zverev eine Pause angekündigt. Der Hamburger unterlag dem Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 7:5, 4:6 und 3:6 und erklärte, er sei erschöpft in das Turnier gegangen. Seit seinem US-Open-Sieg vor fünf Wochen hatte Zverev keinen freien Tag eingelegt.
„Ich denke, eine Pause ist jetzt dringend notwendig“, sagte Zverev nach dem Spiel. Er habe in Shanghai „über“ seinen Erwartungen abgeschnitten, resümierte er. Nach seinem Triumph bei den US Open hatte Zverev zunächst im Davis Cup für Deutschland in Halle/Westfalen gespielt, danach im Laver Cup für das Team Europa und anschließend noch beim Turnier in Peking.
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„Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch – ich werde eben müde“, sagte er. „Nach den US Open hatte ich insgesamt nur einen einzigen freien Tag. Ich habe sehr viel Tennis gespielt, was eigentlich sehr positiv ist, denn es bedeutet ja, dass ich gut gespielt habe.“
„Bin erschöpft ins Turnier gegangen“
Gegen Davidovich Fokina, die Nummer 26 der Welt, konnte Zverev nicht an seine Leistung aus dem Viertelfinale anknüpfen, in dem er den Top-Ten-Spieler Alex de Minaur glatt besiegt hatte. „Ich hatte mit einer kleinen Verletzung zu kämpfen und bin bereits erschöpft in das Turnier gegangen. Daher ist es für mich in Ordnung, gegen einen solchen Spieler zu verlieren“, betonte er. Seinen Start beim Turnier in Wien ließ Zverev offen. Auch der geplante Six Kings Slam in Saudi-Arabien war zuvor wegen der tödlichen Angriffe der Huthi-Miliz verlegt worden.
Die Nummer eins der Welt wird Zverev selbst bei einem Turniersieg in Wien noch nicht sein. Spätestens am Saisonende löst er jedoch Jannik Sinner an der ATP-Spitze ab. Der Südtiroler hatte seine Saison Anfang Oktober wegen hartnäckiger Knieprobleme für beendet erklärt und kann seine Punkte beim Masters in Paris nicht verteidigen. Zverev wird damit die zweite deutsche Nummer eins nach Boris Becker, der das Ranking 1991 zwölf Wochen lang angeführt hatte. Anders als Becker wird er die Spitzenposition auch über den Jahreswechsel hinaus halten.













