September 14, 2026 6:19 a.m. CEST

Deutscher nervt mit Marotte

Tick, tick, tick von Zverev – Gegner fordert neue Regel

14.09.2026 – 05:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Finale der US Open: Alexander Zverev beim Aufschlag. Der Deutsche ließ sich bei dem Turnier auffallend viel Zeit. (Quelle: Frank Franklin II/AP/dpa)

Dass Alexander Zverev den Ball sehr oft vor seinem Aufschlag aufspringen lässt, sorgte bei den US Open für Debatten. Nach dem Finale sieht Ben Shelton Handlungsbedarf.

Alexander Zverevs unterlegener Finalgegner Ben Shelton fordert auch angesichts der Aufschlagroutine des US-Open-Siegers eine Regeländerung. Der Hamburger ließ den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er servierte. Vor dem zweiten Aufschlag gibt es dafür bislang keine Zeitbegrenzung.

„Ich denke, es sollte eine Regel geben“, sagte der Amerikaner Shelton nach dem 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2-Endspielsieg von Zverev. „Man sollte keine unbegrenzte Zeit haben. Ich denke, für unseren Sport ist es schwierig, so lange auf den nächsten Ballwechsel zu warten.“

Sheltons Vater: „Das bringt dich raus“

Bereits Zverevs Halbfinalgegner Karen Chatschanow hatte sich über die Marotte von Zverev beklagt. „Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet“, sagte der Russe. Während des Finals kritisierte Sheltons Vater und Trainer Bryan das Verhalten. „Sascha bounced den Ball so oft, das bringt dich raus“, sagte der frühere Profi bei ESPN.

Vor dem ersten Aufschlag haben die Spieler 25 Sekunden Zeit, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat. Weil dies zu lange dauerte, kassierte Zverev während des Finals eine Verwarnung.

Debatte mit Final-Schiedsrichterin

Auch sonst gab es Debatten zu diesem Thema. Schiedsrichterin Marijana Veljovic habe ihm gesagt, dass er sich vor dem Aufschlag Zverevs früher bereitmachen müsse, berichtete Shelton.

Schiedsrichterin Marijana Veljović ermahnt Alexander Zverev. (Quelle: Adam Hunger/AP/dpa)

„Ich werde nicht 30 Sekunden lang in einer Position mit angewinkelten Knien und angespanntem Körper verharren, während ich warte“, sagte der 23-Jährige dazu. „Wenn er den Ball 20 bis 25 Mal aufprallen lässt, sollte ich nicht einfach nur da warten müssen.“ Er betonte, dass seine Müdigkeit gegen Ende des Finals nicht damit in Verbindung gestanden habe.

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