September 4, 2026 11:47 a.m. CEST

Thüringen

Zehn weitere Abgeordnete treten aus BSW aus


Aktualisiert am 04.09.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Thüringer Finanzministerin Katja Wolf: Sie ist gemeinsam mit acht anderen Mitgliedern am Freitag aus der BSW-Fraktion und -Partei ausgetreten. (Quelle: Jacob Schröter/dpa)

Im BSW in Thüringen bebt es weiter. Von den aktuell noch zwölf verbliebenen Fraktionsmitgliedern treten nun zehn aus der Partei aus.

Zehn BSW-Abgeordnete in Thüringen haben die Partei verlassen, sie bleiben vorerst weiterhin Teil der Fraktion. Auch alle drei BSW-Minister sind darunter – Vize-Ministerpräsidentin und Finanzministerin Katja Wolf, Digitalminister Steffen Schütz und Umweltminister Tilo Kummer. Bereits am Mittwoch waren drei BSW-Politiker in Thüringen aus der Landtagsfraktion und der Partei ausgetreten. Die aktuell noch verbleibenden zwölf Mitglieder der Fraktion, von denen nur noch zwei auch BSW-Parteimitglieder sind, kommen in der kommenden Woche zu Beratungen zusammen.

Was die Austritte für die Regierungskoalition aus CDU, SPD und BSW bedeuten, war zunächst unklar. Wolf erklärte in einer Pressekonferenz: „Wir stehen heute hier mit der Gewissheit, dass es kein Weg mehr im BSW geben kann“. Dennoch stünden die Abgeordneten an der Seite der Koalition: „Wir fühlen uns dem Koalitionsvertrag weiter verpflichtet“, so Wolf.

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Die drei bereits am Mittwoch aus der Partei und Fraktion ausgetretenen Abgeordneten Stefan Wogawa, Roberto Kobelt und Dirk Hoffmeister wollen mit einer eigens gegründeten Partei „Deine Stimme zählt“ eine parlamentarische Gruppe bilden.

Hintergrund ist ein Richtungsstreit über die Beteiligung des BSW an der sogenannten Brombeer-Koalition mit CDU und SPD sowie über den von der Bundesspitze geforderten Kurswechsel in Thüringen. Ursprünglich wollte die Partei am Sonntag auf einem Sonderparteitag über ihre zukünftige Rolle in der Brombeer-Koalition debattieren.

Das BSW ist im Freistaat Teil der Regierungskoalition von CDU, BSW und SPD. Das Bündnis hatte im Landtag schon bisher keine eigene Mehrheit – es bestand ein Patt von 44 von 88 Sitzen zur Opposition von AfD und Linke. Mehrheiten hatte sich die Koalition in der Regel mit Kompromissen mit der Linke-Fraktion organisiert.

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