Nach WM-Finale
Argentinien-Star schlägt zurück: „Unser Lächeln stört euch“
21.07.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Kaum ein Team hat bei der WM so polarisiert wie Argentinien. Mittelfeldmann Rodrigo de Paul ist sich dem bewusst – und wehrt sich.
Argentiniens Nationalspieler Rodrigo de Paul hat gegen die Kritiker der „Albiceleste“ zurückgeschlagen. „Heute sehe ich, wie viele Menschen nur darauf gewartet haben, dass wir scheitern und während der WM unbegründete Verschwörungstheorien verbreitet haben“, schrieb der 32-Jährige auf Instagram nach dem verlorenen WM-Finale.
Mit Verschwörungstheorien bezog sich de Paul auf virale Clips im Internet, in denen Fans behaupteten, dass die Fifa die Schiedsrichter dazu angewiesen hätten, zu Gunsten Argentiniens zu pfeifen. Besonders nach dem Achtelfinale gegen Ägypten und dem Viertelfinale gegen die Schweiz war die Kritik laut geworden.
Argentinien verliert WM-Finale: „Es wird noch lange wehtun“
De Paul ist überzeugt: „Diese Menschen wollten nur ihren eigenen Schmerz darüber lindern, dass sie nicht erleben konnten, was wir Argentinier durchlebten – weil unser Lächeln und unsere Art sie stört.“ Der Mittelfeldmann ergänzte: „Doch all das hat nur eines bestätigt: Die Leidenschaft und die Liebe zu unserem Trikot können alles überwinden.“
- Argentinien im WM-Endspiel: Das hat mit Fußball nichts zu tun
- Nach WM-Triumph: Spanien-Weltmeister singt Spottlied über Erling Haaland
Argentiniens leidenschaftliche und mitunter aggressive Spielweise polarisierte bei der WM enorm. Besonders das Auftreten im Endspiel gegen Spanien missfiel Fans und Beobachtern. Ex-Nationalspielerin Nadine Angerer schrieb beispielsweise in ihrer t-online-Kolumne: „Schon während des Spiels empfand ich die Aktionen der Argentinier etwas billig. Physische Härte ist okay, aber das war drüber. Wenn man das nötig hat, dann steht man eigentlich zu Unrecht im Finale.“
Das Ergebnis im Endspiel lautete 1:0 für Spanien nach Verlängerung. Ein schmerzhaftes Resultat für die Argentinier, die ihren Titel gerne verteidigt hätten. „Es wird mir noch lange wehtun, aber heute bin ich stolzer denn je, Argentinier zu sein“, schloss de Paul seinen Post ab.













