Der Prinz im Hintergrund
Wie sieht Sverre Magnus‘ zukünftige Rolle aus?
02.09.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach dem Tod seines Großvaters Harald V. steht Prinz Sverre Magnus hinter seiner Schwester auf Platz zwei der norwegischen Thronfolge. Für seine Zukunft ist noch vieles offen.
Dieser Tage geht es kaum um Prinz Sverre Magnus. Nachdem König Harald V. am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren verstorben ist, stehen insbesondere der neue König Haakon VIII., seine lungenkranke Frau und jetzige Königin Mette-Marit sowie deren gemeinsame Tochter und direkte Thronfolgerin, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, im Fokus. Schlagzeilen machte auch der unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilte Marius Borg Høiby, der am Montag an der Sargüberführung von Harald V. teilnahm.
Immer dabei war aber auch Sverre Magnus, der seiner Großmutter, der gerade verwitweten Königin Sonja, zur Seite steht. Auch darüber hinaus dürfte der 20-Jährige sich zu einer wichtigen Stütze des norwegischen Königshauses entwickeln.
Prinz Sverre Magnus hat – anders als sein Vater, seine Mutter, seine Schwester und seine Großmutter – nach dem Tod des Großvaters keinen neuen Titel und keine neue Rolle erhalten, ist jedoch in der Thronfolge auf Platz zwei vorgerückt. Dennoch sagte die Königshausexpertin Tove Taalesen dem norwegischen Onlinemagazin „Nettavisen“: „Es liegt natürlich auch eine größere Verantwortung auf ihm, jetzt, da sein Vater König und seine Schwester Kronprinzessin geworden sind. Damit steigen auch die Erwartungen an Sverre Magnus, auch wenn er keine offizielle Rolle übernimmt – zumindest nicht, soweit wir derzeit wissen.“

- U-Haft mit Partys: Die Sonderbehandlung von Marius Borg Høiby
- Komplikationen: Mette-Marit hat das Krankenhaus verlassen
Die Expertin erläuterte, dass sie Sverre Magnus, der sich für Fotografie und Film interessiert und gerne Ski fährt, in den vergangenen Tagen als eine selbstbewusste, herzliche und aufgeschlossene Person wahrgenommen habe. Taalesen sagte, dass Sverre Magnus verstanden habe, was seine aktuelle Rolle sei. Konkret führte sie aus: „Das haben wir unter anderem vor Skaugum (eine Residenz der Königsfamilie; Anm. d. Red.) gesehen, wo er den Anwesenden, die Blumen niederlegten, die Hand reichte.“ Seine Mutter, Mette-Marit, der erst im Juni eine Lunge transplantiert worden war, konnte aufgrund des Infektionsrisikos keine Hände schütteln.
„Es rührt mich, das zu sehen“
Nicht nur dem Volk zeigt er sich nahe. Taalesen sagte außerdem: „Es rührt mich, wenn ich sehe, wie er sich um seine Großmutter, Königin Sonja, kümmert.“ Dies sei insbesondere auf dem Weg zum Trauergottesdienst in der Kirche von Asker sichtbar gewesen, als er seine Großmutter gestützt hat. Generell wirke Prinz Sverre Magnus weniger schelmisch als früher. „Vielleicht ist er einfach erwachsen geworden“, so Taalesen.















