Lobektomie beim Papst
Wie sich die Lungen-OP auf das Leben auswirkt
14.10.2026 – 20:32 UhrLesedauer: 3 Min.
Papst Leo muss nun mit einem Lungenlappen weniger auskommen. Wie stark verändert das seinen Alltag – und welche Einschränkungen können bleiben?
Wegen einer Krebserkrankung hat sich Papst Leo XIV. einer Lungenoperation unterzogen. Wie der Vatikan mitteilte, wurde dem 71-Jährigen am Dienstag der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt. Hier erfahren Sie, was eine solche Lobektomie langfristig für die Atmung und somit für die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bedeutet.
Schon gewusst?
Die Lungenlobektomie ist eine gängige Methode, um nicht-kleinzelligen Lungenkrebs im Frühstadium zu behandeln. Der Eingriff kommt mitunter aber auch bei anderen Lungenkrebsformen infrage.
Aktives Leben trotz weniger Lungengewebe
Die beiden Lungenflügel sind in Lappen unterteilt: Die rechte Lunge besteht aus drei Lappen, der linke aus zwei. Nach einer Lobektomie bleibt weniger Lungengewebe zum Atmen übrig. Das führt aber nicht zwangsläufig zu dauerhaften Einschränkungen, da das verbleibende Gewebe sich anpasst und den Verlust teilweise ausgleichen kann.
Viele Betroffene können nach der Genesung wieder normal atmen und ein aktives Leben führen. Selbst wenn die Lungenkapazität vermindert bleibt, muss sich das im Alltag nicht deutlich bemerkbar machen.
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Was das Risiko für Einschränkungen erhöht
Eine Rückkehr zur früheren Belastbarkeit gelingt allerdings nicht immer. Entscheidend sind unter anderem der Gesundheitszustand vor dem Eingriff, die Operationsmethode und mögliche Komplikationen – nicht zu vergessen die Motivation der Betroffenen, die empfohlenen Maßnahmen zur Rehabilitation umzusetzen.
So haben besonders ältere Menschen mit bereits verminderter Lungenfunktion sowie Raucherinnen und Raucher ein höheres Risiko, dass ihre Lebensqualität nach der Lobektomie eingeschränkt sein wird.
Auch bei denjenigen, die bereits vor dem Eingriff eine chronische Bronchitis oder ein Lungenemphysem (bei dem die Lungenbläschen geschädigt sind) hatten, kann Atemnot bei körperlicher Anstrengung ein dauerhaftes Problem bleiben.
Dass es in den ersten Wochen nach der Lobektomie zu Müdigkeit, Schmerzen, Husten und Atemnot bei Belastung kommt, ist allerdings völlig normal: Diese Beschwerden bedeuten nicht, dass mit bleibenden Einschränkungen zu rechnen ist.
Genesung dauert Monate, nicht Tage
Für eine erfolgreiche Rehabilitation sind allerdings viel Geduld und Ausdauer gefragt: Die erste Erholungsphase dauert häufig vier bis acht Wochen, die vollständige Genesung drei bis sechs Monate.
Die ersten beiden Wochen nach der Lungen-OP sind meist am schwersten. Bereits nach wenigen Wochen geht es den Betroffene jedoch oft schon deutlich besser. Nach drei Monaten fühlen sich viele weitgehend wiederhergestellt und nach einem halben Jahr führen sie häufig wieder ihr ganz normales Leben.
Für gewöhnlich erholen sich Menschen nach einer minimalinvasiven Lobektomie schneller, als wenn der Lungenlappen in einer offenen OP entfernt wurde.
Was Betroffene tun und lassen sollten
Atemübungen und eine gezielte Lungenrehabilitation fördern die Genesung und verbessern die Lebensqualität. Wer nach der Lungen-OP bestimmte Verhaltensregeln befolgt, kann den Heilungsprozess maßgeblich unterstützen.















