Stuhlgang drückt, aber kommt nicht
Das können Sie gegen Verstopfung tun
Aktualisiert am 14.10.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 4 Min.
Lange Toiletten-Sitzungen ohne Erfolg sind vielen Menschen bekannt. Was gegen Verstopfung hilft und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten.
Wie oft man Stuhlgang hat, ist individuell verschieden. Von dreimal am Tag bis dreimal in der Woche ist alles normal. Schwierig wird es, wenn der Stuhlgang drückt, aber nicht kommt. Dann liegt meist eine Verstopfung vor. Was Sie in einem solchen Fall tun können.
Verstopfung: Diese Symptome können auftreten
Bei einer Verstopfung, auch Obstipation genannt, ist die Darmentleerung erschwert. Experten sprechen von einer Verstopfung, wenn Betroffene weniger als zweimal pro Woche Stuhlgang haben.
Wird der Darm über mehrere Tage kaum bis gar nicht entleert, staut sich der Kot im Enddarm an. Je länger er darin verbleibt, desto mehr Wasser wird ihm entzogen. In der Folge wird der Stuhl immer härter und die Entleerung fällt schwerer. Dieser Kot-Stau führt außerdem dazu, dass Gase nur noch erschwert entweichen können. Typische Merkmale einer Verstopfung sind daher, dass:
- der Darm seltener entleert wird als gewohnt
- die ausgeschiedene Stuhlmenge geringer ist als gewohnt
- die Stuhlentleerung nur unter Anstrengung möglich ist (beispielsweise durch heftiges Pressen)
- der Stuhlgang härter ist als gewohnt
- man das Gefühl hat, der Darm wurde nur unvollständig entleert
- man das Gefühl hat, der Darm ist blockiert
Begleitend kann es zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit und Blähungen kommen. Auch eine tastbare Ansammlung von Stuhl im Darm ist möglich.
- Lesen Sie auch: Darum schwimmt Stuhl manchmal oben
Bei chronischer Obstipation sollten Sie zum Arzt gehen
Treten über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten zwei oder mehr der genannten Symptome auf, sprechen Mediziner von einer chronischen Verstopfung. Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn eine Verstopfung birgt auch immer gewisse Risiken.
Zum Beispiel ist es bei Veranlagung möglich, dass durch starkes Pressen Hämorrhoiden entstehen. Auch steigt das Risiko für Stuhlinkontinenz, Analfissuren (Verletzungen in der Schleimhaut des Analkanals) oder einen sogenannten Mastdarmvorfall, auch Rektumprolaps (Ausstülpung des Mastdarms aus dem After) genannt. Mehr zu den Folgen von Verstopfungen finden Sie in diesem Artikel.
Gut zu wissen
Um Hämorrhoiden, Analfissuren oder andere Verletzungen am Anus (Darmausgang), Rektum (Mastdarm) und Dickdarm festzustellen, nutzen Fachärzte eine sogenannte Anoskopie, Rektoskopie oder Koloskopie. Dabei wird ein mit einer kleinen Kamera ausgestattetes Endoskop über den After in den Darm eingebracht.
Auch Blut im Stuhl, starke Schmerzen sowie langanhaltende Blähungen zählen zu den Warnzeichen, mit denen Sie zu einem Arzt gehen sollten.
Mögliche Ursachen einer Verstopfung
Häufig finden sich die Gründe für eine Verstopfung im Lebensstil: Eine ungünstige Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen und Flüssigkeit spielt eine große Rolle – vor allem, wenn Sie sich gleichzeitig zu wenig bewegen.
Aber nicht immer ist die Ernährung schuld an der Verstopfung. Auch ernste Krankheiten können der Auslöser sein. Dazu gehören etwa:













