Nur ein Intendant bekommt mehr
WDR-Chefin zählt zu Spitzenverdienern in der ARD
03.11.2026 – 08:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die ARD hat die Gehälter ihrer Intendanten offengelegt. Katrin Vernau vom WDR in Köln gehört demnach zu den bestbezahlten Führungskräften des Senderverbunds. Ihr Vorgänger verdiente allerdings mehr.
Knapp 360.000 Euro im Jahr: So hoch fiel die Gesamtvergütung von WDR-Intendantin Katrin Vernau im Jahr 2025 aus. Damit gehört die Chefin des Westdeutschen Rundfunks mit Sitz in Köln zu den Spitzenverdienern innerhalb der ARD. Nur ein Intendant erhielt eine höhere Vergütung.
Das geht aus den aktuellen Gehaltsangaben hervor, die die ARD am Montag veröffentlicht hat. Zuerst hatte das Medienmagazin „DWDL.de“ über die neuen Zahlen berichtet.
Demnach erhielt Vernau im vergangenen Jahr ein Grundgehalt von 348.000 Euro. Hinzu kamen Sachbezüge im Wert von 11.500 Euro. Insgesamt belief sich ihre Vergütung damit auf 359.500 Euro. Ihr Grundgehalt blieb gegenüber 2024 unverändert.
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WDR in Köln: Vorgänger Tom Buhrow verdiente deutlich mehr
Trotz ihrer hohen Bezüge liegt Vernau deutlich unter dem Gehalt ihres Vorgängers Tom Buhrow, wie das Medienmagazin schreibt. Der langjährige WDR-Intendant, den den Kölner Sender Ende 2024 verlassen hatte, erhielt in seinem letzten Amtsjahr insgesamt 453.500 Euro.
Damit fallen die jährlichen Bezüge an der Spitze des WDR inzwischen um 94.000 Euro niedriger aus. Das entspricht einem Rückgang von 21 Prozent.
Buhrow hatte die Gehälterliste der ARD jahrelang angeführt. Mit seinem Ausscheiden hat sich die Reihenfolge unter den bestbezahlten Intendanten verändert.
Dieser ARD-Intendant verdient mehr als die WDR-Chefin
An der Spitze steht nun Kai Gniffke, Intendant des Südwestrundfunks (SWR). Sein Grundgehalt betrug 2025 rund 392.530 Euro. Einschließlich der Sachbezüge kam er auf eine Gesamtvergütung von 400.589 Euro.
Damit erhielt Gniffke rund 41.000 Euro mehr als die WDR-Intendantin. Auf Platz drei folgt die Chefin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth. Sie erhielt ein Grundgehalt von 340.267 Euro und kam einschließlich ihrer Sachbezüge auf insgesamt 348.074 Euro.
Deutlich niedriger fielen die Vergütungen bei anderen ARD-Anstalten aus. So erhielt die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, insgesamt 233.925 Euro. Beim Saarländischen Rundfunk (SR) beliefen sie die Gesamtbezüge von Intendant Martin Grasmück auf 246.801 Euro.
Warum die ARD ihre Spitzengehälter veröffentlicht
Die Gehälter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkchefs stehen regelmäßig im Fokus der Öffentlichkeit. Die ARD legt deshalb jährlich offen, wie viel ihre Intendantinnen und Intendanten im jeweils zurückliegenden Geschäftsjahr erhalten haben.
