Viele Auslöser möglich
Diese Symptome können auf Blutarmut hindeuten
t-online, Ann-Kathrin Landzettel
Aktualisiert am 24.08.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Wer ständig müde ist, unter Schwindel leidet und mit Leistungseinbrüchen zu kämpfen hat, sollte aufmerksam werden. Manchmal steckt eine Blutarmut dahinter.
Eine Blutarmut, medizinisch Anämie genannt, entwickelt sich häufig langsam. Charakteristisch für eine Anämie ist, dass das Blut zu wenig roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) oder zu wenige rote Blutkörperchen (Erythrozyten) enthält. Diese transportieren Sauerstoff von der Lunge in den Körper. Fehlen sie, werden Organe und Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt.
Der Körper kann sich eine Zeit lang an diesen Zustand anpassen. Deshalb macht sich eine Anämie anfangs oft nur durch unspezifische Beschwerden bemerkbar. Auf Dauer können sich die Beschwerden jedoch verstärken und gesundheitliche Folgen auslösen.
Eisenmangel ist eine häufige Ursache
Besonders häufig steckt hinter einer Blutarmut ein Eisenmangel. Der Körper benötigt Eisen, um Hämoglobin zu bilden. Fehlt das Spurenelement, kann er nicht ausreichend roten Blutfarbstoff herstellen. Doch Eisenmangel ist nicht die einzige mögliche Ursache: Auch ein Mangel an Vitamin B12 oder Folat kann die Blutbildung beeinträchtigen. Erkrankungen des Knochenmarks kommen ebenfalls infrage, denn dort werden die roten Blutkörperchen gebildet.
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Eine weitere mögliche Ursache sind chronische Nierenerkrankungen: Die Nieren bilden das Hormon Erythropoetin. Es regt das Knochenmark dazu an, rote Blutkörperchen zu produzieren.
Auch ein regelmäßiger Blutverlust kann zu einer Anämie führen. Ein erhöhtes Risiko haben etwa Frauen mit starken Regelblutungen. Ebenso können unbemerkte Blutungen im Magen-Darm-Trakt dahinterstecken, etwa durch Geschwüre. Bestimmte Schmerzmittel oder Blutverdünner können diese Blutungen verstärken.
Weitere mögliche Ursachen sind eine gestörte Eisenaufnahme, etwa bei Zöliakie, sowie chronisch-entzündliche Erkrankungen. Seltener baut der Körper rote Blutkörperchen zu schnell ab und bildet nicht genügend neue nach. Mediziner sprechen dann von einer hämolytischen Anämie. Mögliche Ursachen sind etwa bestimmte Medikamente, Stoffwechselstörungen oder Infektionskrankheiten.
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Diese Symptome können auf Blutarmut hindeuten
Welche Beschwerden auftreten, hängt unter anderem davon ab, wie ausgeprägt die Blutarmut ist. Zu den häufigsten Symptomen einer Blutarmut gehören:
- Müdigkeit
- Blässe
- Schwindel
- allgemeines Schwächegefühl
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Atemnot bei Anstrengung
- Herzrasen
- niedriger Blutdruck
- Ohnmacht
Da diese Beschwerden auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können, lässt sich allein anhand der Symptome nicht feststellen, ob eine Anämie vorliegt.
Blutarmut erkennen: Ein Bluttest hilft bei der Diagnose
Ob tatsächlich eine Blutarmut besteht, können Ärzte mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen. Dabei bestimmen sie unter anderem den Hämoglobingehalt und die Zahl der roten Blutkörperchen.














