„Töten seine Familie“
Tennis-Star macht Morddrohungen öffentlich
04.09.2026 – 16:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Matteo Berrettini spricht offen über einschlägige Botschaften, die ihn wiederholt erreichen – und äußert einen Verdacht.
Der nächste beunruhigende Fall von Drohnachrichten im Tennissport: Matteo Berrettini hat bei den US Open offen über Einschüchterungsversuche gesprochen.
Während der French Open im Mai habe sein Bruder Jacopo nach Angaben des 30-Jährigen Drohnachrichten erhalten. Diese hätten im Zusammenhang mit Berrettinis Spielen und offenbar mit Sportwetten gestanden.
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„Ich habe ein Spiel gewonnen, und sie haben meinem Bruder Sachen geschrieben wie: ‚Matteo ist so schlecht. Sag ihm, er soll verlieren, ansonsten töten wir seine Familie'“, erklärte der Italiener auf der Pressekonferenz nach seinem Erstrundensieg gegen Stan Wawrinka. Diese Drohungen hätten von Personen gestammt, die auf seine Partien gewettet hätten und damit den Ausgang der Matches beeinflussen wollten. Der Vorfall inklusive Telefonnummer und weiterer Informationen sei umgehend der ATP gemeldet worden, er selbst habe Anzeige erstattet.
Berrettini kennt Anfeindungen solcher Art nach eigenen Angaben bereits aus früheren Jahren. Zu Beginn seiner Karriere hatte der ehemalige Weltranglisten-Sechste berichtet, nach Niederlagen regelmäßig beleidigende Nachrichten zu erhalten.
„Kann beängstigend sein“
Dass Tennisprofis mit solchen Drohungen konfrontiert werden, hatte wenige Monate zuvor auch Lucrezia Stefanini öffentlich gemacht. Die Italienerin berichtete im März, vor ihrem Qualifikationsspiel für Indian Wells über Whatsapp von einer unbekannten Nummer Morddrohungen erhalten zu haben. Auch die frühere deutsche Spielerin Andrea Petković, ihre aktive Kollegin Eva Lys und zahlreiche weitere Spielerinnen und Spieler sprachen bereits offen über Hass- und Drohbotschaften in den sozialen Medien.
Berrettini forderte nun bessere Schutzmaßnahmen und eine stärkere Organisation, die sich gezielt mit Bedrohungen und Wettmissbrauch beschäftigt. Besonders mit Blick auf jüngere Profis sieht er ein Problem. Der 30-Jährige erklärte: „Ich bin 30 Jahre alt und erwachsen. Wenn ich aber an die jüngeren Spielerinnen und Spieler denke, kann es beängstigend sein, solche Nachrichten zu erhalten, und den psychischen Druck erhöhen.“
Sportlich sind die US Open für Berrettini inzwischen beendet. Nach seinem Auftakterfolg gegen Wawrinka verlor der Weltranglisten-43. gegen den Argentinier Mariano Navone (ATP 49) mit 6:3, 3:6, 4:6 und 6:7. Navone hatte bereits in der ersten Runde von New York sensationell Novak Djoković besiegt.














