Juli 21, 2026 9:07 a.m. CEST

Konflikt zwischen Fifa und Uefa

Wegen Balogun-Affäre: Čeferin mied WM-Finale wohl bewusst

20.07.2026 – 18:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Čeferin (l.) und Infantino (r.) führen die Uefa und die Fifa im WM-Jahr an. (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Uefa-Präsident Čeferin blieb dem WM-Finale fern – offenbar auch als Reaktion auf die umstrittene Aufhebung der Balogun-Sperre. Eskaliert der Zoff mit Fifa-Boss Infantino?

Uefa-Präsident Aleksander Čeferin hat das WM-Finale in East Rutherford bei New York nicht besucht – und das offenbar mit Absicht. Der britischen „Times“ zufolge habe Čeferin damit auch die tiefe Kluft zwischen Uefa und Fifa sichtbar machen wollen. Auch die Nachrichtenagentur PA berichtete. Čeferin selbst wurde nicht zitiert.

Auslöser war der Fall des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun. Seine Sperre für das Achtelfinale gegen Belgien (1:4) war aufgehoben worden, nachdem US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen hatte. Die Uefa reagierte mit einem Statement: „Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck.“ Die Fifa habe eine „rote Linie überschritten“.

Im Video | Buhrufe für Trump und Infantino

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Quelle: MagentaTV

Der Verband erhob weitere Vorwürfe: „Wenn die Rechtssicherheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern gewährleistet wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben.“ Auch Infantinos Vorstoß für eine WM mit 64 Teams stieß auf Ablehnung. Čeferin nannte das „eine schlechte Idee“.

Das Verhältnis zwischen den beiden Verbandschefs gilt als belastet. Als Spanien und England vor zwei Jahren in Berlin das EM-Finale austrugen, fehlte Infantino im Olympiastadion. Beim WM-Finale im MetLife-Stadium saß er hingegen neben Trump.

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