Investitionen nötig
Trump bietet Unternehmen neuen Deal gegen Zölle an
21.07.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump Zölle auf Stahl und Aluminium erlassen. Jetzt soll es möglich werden, die Zölle abzusenken.
Die USA bieten Unternehmen in der Aluminiumproduktion Zollsenkungen für ihre Lieferungen an, wenn sie im Gegenzug die Produktion im Land aufbauen. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag eine Anordnung an den Handelsminister, der nun ein Anreizprogramm für Unternehmen auflegen soll, damit diese „in den Bau, die Erweiterung oder die Modernisierung von Aluminiumhütten“ investieren.
Unternehmen sollen demnach Geschäftspläne vorlegen, die aufzeigen sollen, wie sie die Aluminiumproduktion in den USA stärken wollen. Im Falle einer Genehmigung können sie „eine angemessene Menge an Primäraluminium“ zum halben geltenden Zollsatz einführen, wie das Weiße Haus erklärte.
Trump-Zölle treffen Rüstungsindustrie besonders
Aluminium sei insbesondere für die Rüstungsindustrie wichtig, betonte das Weiße Haus. Der Zollsatz für den Import von Aluminium liegt derzeit bei 50 Prozent. Dieser Satz wurde im Juni 2025 eingeführt, er gilt für alle Produkte, die Aluminium beinhalten. Das ist insbesondere in der Autoindustrie, im Maschinenbau und in der Verteidigungsbranche der Fall.
In seiner neuen Ankündigung heißt es weiter, dass die aktuelle Nachfrage nach Aluminium die Herstellungskapazitäten in den USA übersteige. Deshalb soll dieses neue System einen Anreiz bieten, die heimische Aluminiumproduktion anzukurbeln.
Werden Geschäftspläne von Unternehmen genehmigt, wird die Einhaltung der darin vereinbarten Ziele vom Handelsministerium kontrolliert, heißt es weiter. Die Zollrabatte könnten gestoppt oder auch rückwirkend zurückgezogen werden, wenn die Firmen sich nicht an die Vereinbarungen halten.
Neue Aluminiumhütte in Oklahoma geplant
Die Ankündigung kommt wenige Monate nachdem Emirates Global Aluminium (EGA) und Century Aluminum den Bau einer neuen Aluminiumhütte in den USA verkündet haben. Geplant ist eine Investition im US-Bundesstaat Oklahoma, wo bis zu 1.000 neue Jobs in dem neuen Werk erwartet werden. Während der Bauphase sollen sogar bis zu 4.000 Jobs geschaffen werden, wie es in der Unternehmensankündigung heißt. Die neue Aluminiumhütte soll den Plänen zufolge 750.000 Tonnen Aluminium pro Jahr herstellen.
EGA und Century Aluminium dürften während der Bauphase nun von dem neuen Trump-Deal profitieren.
Trump hatte im vergangenen Jahr umfassende Zölle gegen Importe aus vielen Ländern verhängt. Einen Großteil der Aufschläge hatte der Oberste Gerichtshof im Februar für ungültig erklärt. Branchenspezifische Zölle wie die auf Stahl und Aluminium blieben jedoch bestehen.















