Fan-Wut beim 1. FC Köln
Wackelt Wagner? Das sagt FC-Boss Kessler zur Trainerfrage
25.10.2026 – 18:02 UhrLesedauer: 3 Min.
Unmut von den Rängen, Vertrauen vom Sportchef: Thomas Kessler gibt René Wagner, dem umstrittenen Trainer des 1. FC Köln, „volle Rückendeckung“.
Die Kritik an René Wagner hat ein neues Level erreicht. Beim enttäuschenden 0:0 zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 schallten erstmals „Wagner raus“-Rufe von den Tribünen des Rheinenergiestadions. Der Trainer der Geißböcke, der bei weiten Teilen der Anhängerschaft einen schweren Stand hat, gerät zunehmend unter Druck.
Trotz des Unmuts von den Rängen spürt Wagner die Unterstützung der Verantwortlichen. „Ich rede mit den Leuten, die hier im Verein entscheiden, und da gibt es für mich keine Diskussion“, erklärte der 38-Jährige am Samstagabend. Sportchef Thomas Kessler gab Wagner am Sonntag tatsächlich „volle Rückendeckung“, forderte allerdings auch Erfolgserlebnisse ein.
Kessler nach Raus-Rufen: „Mache mir meine Gedanken“
Das sagte Kessler vor den beiden Spielen gegen Union Berlin im DFB-Pokal (Dienstag, 20.45 Uhr) und in der Bundesliga (Sonntag, 15.30 Uhr) über …
… die Pfiffe und die „Wagner raus“-Rufe gegen Schalke: „Ich nehme das natürlich ernst, das ist keine Frage. So ein Spiel ist hochemotional. Das ist definitiv etwas, das René treffen wird. Das ist völlig menschlich und normal. Ich nehme das zur Kenntnis und mache mir meine Gedanken dazu. Natürlich muss ich das ein Stück weit mit in die tägliche Arbeit nehmen.“
… sein Vertrauen in Wagner: „Er hat volle Rückendeckung. Wir haben diese Woche zwei brutal wichtige Spiele, zweimal gegen den gleichen Gegner. Es geht darum, jetzt einen guten Job zu machen.“
… seine jetzigen Forderungen: „Das, was das Vertrauen der Menschen herbeiruft, sind natürlich Erfolge. Das ist die Währung, die aktuell offensichtlich zählt. Ich glaube, ich muss nicht allzu inhaltlich werden, weil ich den Eindruck habe, dass das nicht der richtige Weg ist, um Menschen, die gerade unzufrieden sind, vom Gegenteil zu überzeugen. Ich bin lange genug in Köln dabei: Die einzige Währung, die zählt, sind gewonnene Spiele. Daran arbeiten wir.“
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Kessler: 1. FC Köln steht dort, „wo wir uns selber einordnen“
… die Leistung gegen Schalke: „Wir haben uns natürlich erhofft, drei Punkte zu holen. Leider haben wir es nicht geschafft, im letzten Drittel sauber zu sein und die Durchschlagskraft zu entwickeln, die wir uns vorgenommen hatten. Bis zum Sechzehner hatten wir Aktionen, die zum Torerfolg hätten führen können. Unsere Chancen haben wir leider nicht genutzt. Dennoch haben wir seit sehr, sehr langer Zeit mal wieder zu null gespielt. Schalke hat uns im Umschaltspiel oder auch über Standardsituationen vor Aufgaben gestellt, das haben wir deutlich besser gemacht – da sehe ich uns auf einem guten Weg.“















