Oktober 21, 2026 9:08 p.m. CEST

Schon über 300 Straftaten begangen

Hemmungslos auf Senior eingeprügelt – keine Strafe


21.10.2026 – 18:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Senior (Symbolbild): Das wehrlose Opfer musste ins Krankenhaus. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Zwei Jugendliche schlagen und treten einen Senior in Österreich bewusstlos – nur eine von Hunderten Straftaten, die auf das Konto der beiden gehen sollen. Doch die Behörden sind machtlos.

Ein österreichischer Senior ist in Vorarlberg krankenhausreif geprügelt worden. Gegen die Tatverdächtigen haben die Behörden wegen ihres jungen Alters kaum eine Handhabe. Mehrere Medien berichteten über den Vorfall, zu dem es in der Nacht auf Dienstag in der Stadt Dornbirn gekommen war.

Der Polizei zufolge verfolgten die beiden Tatverdächtigen das 72-jährige Opfer zunächst zu Fuß und griffen ihn schließlich von hinten an. Sie seien „äußerst brutal“ vorgegangen, den Senior trafen mehrere Schläge und Tritte gegen den Kopf und Oberkörper. „Auch als der Mann bereits wehrlos und vermutlich bewusstlos am Boden lag, versetzte einer der Täter dem Opfer weitere Fußtritte gegen den Kopfbereich und raubte diesem die Geldtasche“, schilderten die Beamten. Der Mann musste in eine Klinik eingeliefert werden.

  • „Eine Schande“: Skigebiet-Aufnahmen aus Österreich lösen Wutwelle aus
  • Hilfe kommt zu spät: Tragischer Unfall in Österreich

Im Zuge der Fahndung konnten die beiden Tatverdächtigen ermittelt werden: Es handelt sich um zwei 13-jährige Intensivtäter, wie die Polizei mitteilte. Beide seien in der Vergangenheit schon oft polizeilich in Erscheinung getreten. Insgesamt sollen rund 300 Straftaten auf das Konto der beiden Teenager gehen – allein im Jahr 2026.

Österreich: Minister fordert härtere Maßnahmen

Weil die beiden Jungen aufgrund ihres Alters strafunmündig sind, konnten sie laut Polizei bisher weder angeklagt noch verurteilt oder in Untersuchungshaft genommen werden. „Die beiden Tatverdächtigen werden nach den durchgeführten Befragungen in die Obsorge der Eltern entlassen“, teilten die Ermittler mit. Sie baten weitere Zeugen, sich zu melden.

Der Fall löst in Österreich Empörung aus. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sagte dem österreichischen Rundfunk ORF: „Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass wir ganz konkrete Maßnahmen brauchen, um gegen jugendliche Intensivtäter vorzugehen.“ Er halte gefängnisähnliche Maßnahmen für unter 14-Jährige für notwendig, teilte er mit.

Aktie.
Die mobile Version verlassen