„473“ auf dem Unterarm
Diese tragische Erinnerung steckt hinter Hermanns Tattoo
Aktualisiert am 24.08.2026 – 04:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf Alexander Herrmanns Unterarm steht die Zahl „473“. Sie erinnert den fränkischen Spitzenkoch an ein Versprechen, dass er einst seinem schwerkranken Sohn gab.
Es sind nur drei Ziffern, klein tätowiert auf Alexander Herrmanns Unterarm: 473. Für Außenstehende ist ihre Bedeutung nicht zu verstehen. Für den Spitzenkoch steht die Zahl jedoch für 473 Tage, die seine Familie wohl nie vergessen wird.
Herrmann ließ sich das Tattoo für seinen Sohn stechen. Der war noch ein Kind, als bei ihm ein Gehirntumor festgestellt wurde. Von der Diagnose bis zum erfolgreichen Ende der Therapie vergingen nach Angaben des Kochs genau 473 Tage. „Die Zahl 473 habe ich meinem Sohn versprochen“, sagte Herrmann der „Bild“. Herrmanns Sohn überstand die Erkrankung. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und machte eine Lehre zum Koch.
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Auch Herrmann selbst erkrankte an Krebs
Das Thema Krebs begegnete Herrmann später noch einmal auf tragische Weise. Noch vor seinem 40. Geburtstag wurde bei ihm selbst Hautkrebs diagnostiziert. Lange hielt er seine Erkrankung geheim. Inzwischen gilt es als geheilt, eine Chemotherapie sei nicht notwendig gewesen, berichtete er.
Die Erkrankung habe dennoch Spuren hinterlassen – auch in der Art, wie er mit seinen Mitarbeitern umgeht. „Die Krebserkrankung hat mich zu einem besseren Chef gemacht“, sagte Herrmann der „Bild“. Er wolle heute „mehr Förderer und weniger Chef“ sein.
Eltern tot: Herrmann wird mit neun Jahren zum Vollweisen
Bereits als Kind hatte Herrmann einen Schicksalsschlag erfahren. Er verlor beide Eltern bei einem schweren Verkehrsunfall. Sein Vater starb noch an der Unfallstelle. Seine Mutter wurde lebensbedrohlich verletzt in eine Klinik eingeliefert und erlag einige Monate später ihren Verletzungen.
„Dieser Tag hat natürlich alles verändert“, sagte Herrmann später über den Unfall. Er wuchs anschließend bei seinen Großeltern auf. Auch die Familie und Mitarbeiter des familieneigenen Hotels mit Restaurant in Wirsberg gaben ihm Halt.
Später entschied sich Herrmann selbst für den Beruf des Kochs und trat damit auch in die Fußstapfen seines Vaters. Heute gehört er zu den bekanntesten Fernsehköchen Deutschlands.
