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Volksmusiker

„Ganz schlimme Zeit“: Stefan Mross erinnert sich an zwei Morde

24.08.2026 – 03:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Stefan Mross (Archivbild): (Quelle: IMAGO/Agentur Wehnert/M.Gränzdörfer)

Ein Anruf seines Bruders verändert alles: Stefan Mross erinnert sich an den Moment, in dem er vom Mord an zwei Angehörigen erfuhr.

Stefan Mross hat in einem RTL-Interview erstmals darüber gesprochen, wie er vom gewaltsamen Tod seiner Tante und seiner Cousine erfahren hat. Eigentlich habe die Familie damals eine psychologische Betreuung für seine Mutter organisieren wollen, erinnert sich der 50-Jährige. Dann sei sein Bruder ins Haus gekommen und habe gefragt, ob er es schon gehört habe: In der Nacht seien zwei wichtige Menschen erschossen worden.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 2021 wurden die beiden Frauen in Wals-Siezenheim bei Salzburg erschossen – die Tante im Alter von 76 Jahren, die Cousine mit 50 Jahren. Getötet wurden sie in ihrem Heimatort in Österreich.

Stefan Mross: Täter hat mein „ganzes Leben kaputtgemacht“

Mross, der aus dem Chiemgau kommt, schildert in dem Interview mit dem Kölner Sender, wie seine Mutter reagierte, als sie von der Tat erfuhr: Sie habe vermutet, dass es sich um ihre Nichte und ihre Schwester handeln könnte. „Schlimme Zeit, ganz schlimme Zeit“, sagt Mross rückblickend.

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Besonders belastet ihn bis heute, welchen Schaden die Tat in seiner Familie angerichtet hat. Der Täter habe „sein ganzes Leben kaputt gemacht und eine ganze Familie zerstört“, so Mross.

Stefan Mross hegt keine Rachegefühle gegenüber dem Mörder

Trotzdem äußert sich der Musiker ohne erkennbaren Rachegedanken über den Mann, der seine Angehörigen tötete. „Ich wünsche dem Typen trotzdem das Beste“, sagt Mross. Er solle „jeden Tag ein Schnitzel haben mit Pommes“. Mross vermutet hinter der Tat eine psychische Erkrankung, „die in einem Kopf vorgeht, die man sich gar nicht vorstellen kann“.

Juristisch ist der Fall seit Jahren abgeschlossen: Im Juli 2022 verurteilte ein Geschworenengericht den ehemaligen Privatdetektiv Gottfried O. wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft. Im April 2023 bestätigte das Oberlandesgericht Linz das Urteil und wies den Versuch einer milderen Strafe zurück.

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