Nach der gewaltigen Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China werden nach Informationen der Regierung in Canberra auch 34 Australier vermisst. „Nepal ist ein Entwicklungsland. Es verfügt nicht über die Ressourcen, die in Australien für ein solches Ereignis zur Verfügung stünden. Daher ist die Informationsbeschaffung schwierig“, zitierten australische Medien Ministerpräsident Anthony Albanese.
„Wir sprechen den von den schweren Überschwemmungen in Nepal und Tibet, China, Betroffenen unser tiefstes Mitgefühl aus“, schrieb Albanese auf der Plattform X. „Australier in den betroffenen Gebieten sollten den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge leisten.“
Zudem würden zahlreiche Einheimische, darunter 26 Polizeibeamte, in den betroffenen Hochgebirgsgebieten nahe der Grenze zu Tibet vermisst, sagte ein Sprecher der nepalesischen Polizeibehörde.
Militär auf dem Weg ins Katastrophengebiet
Betroffen von dem Unglück ist vor allem ein Gebiet im Himalaya-Gebirge, in dem Zehntausende Menschen leben. Rettungskräfte sowie Polizei und Militär seien auf dem Weg in die Katastrophenregion, teilte Nepals Ministerpräsident Balendra Shah mit. Straßen-, Kommunikations- und Stromverbindungen seien unterbrochen worden, hieß es.
Embed
In Tibet wurden die Anwohner des Flusses Bhotekoshi aufgerufen, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen. Der Fluss Bhotekoshi entspringt im Hochland von Tibet und durchfließt die nepalesische Provinz Bagmati. Videoaufnahmen in sozialen Medien und Fotos zeigten, wie die braunen Schlammmassen das Flusstal überspülten.

Chinas Staatschef Xi mischt sich ein
Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat. Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen. Auch über ein Erdbeben wurde spekuliert, nachdem die US-Erdbebenbehörde USGS einen Erdstoß der Stärke 4,4 registriert hatte.














