Sturm in zwei Akten
Amtliche Warnungen fast im ganzen Land
24.10.2026 – 08:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Der erste Herbststurm des Jahres ist über Deutschland hinweggefegt. Es folgt eine kurze Beruhigung, doch dann verschärft sich die Wetterlage erneut. Der Sturm intensiviert sich.
Das Sturmtief, das am vergangenen Freitag für chaotische Zustände gesorgt hat, zieht am Samstag ab. Doch das Wetter lässt Deutschland kaum aufatmen. Das Tief verlagert sich von Nordfriesland Richtung Skagerrak und schwächt sich ab, aber die Wetterberuhigung hält nicht lange an. Schon bald treffen die Ausläufer eines weiteren Tiefs in Deutschland ein.
Am Samstag weht zunächst ein stark böiger Wind, so die Prognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Im Flachland sind Böen der Windstärke 7 oder 8 möglich – das entspricht einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. An der Nordsee und in exponierten Hochlagen sind Sturmböen der Stärke 9 (85 km/h) zu erwarten. Auf dem Brocken kann der Wind noch stärker werden.
Schwerer Sturm und Gewitter bestimmen Wetter in Deutschland
Am Nachmittag und Abend kommt über der Deutschen Bucht und dem Küstenumfeld Gewittergefahr hinzu. Diese Gewitter bringen Sturmböen der Stärke 8 bis 9, vereinzelt sogar 10 – das entspricht einem schweren Sturm.
Wer am Samstagvormittag in den Alpen unterwegs ist, hat Chancen auf Schnee: Oberhalb von 1.200 bis 1.500 Metern kann es schneien.
Fast in ganz Deutschland gelten am Samstag amtliche Warnungen des DWD. Rund 345 Kreise und kreisfreie Städte sind betroffen (Stand 8.40 Uhr). Nur der äußerste Südosten bleibt von dem Sturm verschont.

In der Nacht eskaliert der Sturm – Sturmfluten möglich
Ab der Nacht zum Sonntag verschärft sich die Wetterlage erneut deutlich. Mit Einbruch der Dunkelheit zieht die nächste Front von Westen auf. Der Wind dreht auf Süd bis Südwest und nimmt an Stärke wieder zu. In den Bergen wird es gefährlich: Je nach Höhenlage tobt dort der Sturm mit einer Windstärke von 9 bis 12 auf der Beaufort-Skala. Das entspricht der Stärke eines Orkans mit mindestens 118 Kilometern pro Stunde.
Der Sturm trifft auch die Nordseeküste. In der Deutschen Bucht und auf Helgoland erreicht er unwetterartige Ausmaße. Der Diplom-Meteorologe Stefan Wietstock warnt in seinem Wetterbericht für t-online: „An der Westküste Schleswig-Holstein sind sogar Sturmfluten möglich. Das würde auf jeden Fall Einschränkungen im Schiffsverkehr bedeuten.“ Besondere Vorsicht gelte für Fußgänger und Radfahrer. Umherfliegende Gegenstände seien eine große Gefahr, so der Experte von wetter.com.
Im Video | Sturmböen von bis zu 100 km/h
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Gleichzeitig setzt im Westen kräftiger Regen ein. In den Staulagen der westlichen Mittelgebirge fällt bis Sonntagnachmittag Dauerregen – 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden, so der DWD. Im Hochschwarzwald können es vereinzelt bis zu 70 Liter werden.














