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Dieser Western ist Steven Spielbergs Favorit
15.09.2026 – 10:21 UhrLesedauer: 3 Min.
Steven Spielberg hat mit Filmen wie „Der weiße Hai“, „E. T.“ oder „Jurassic Park“ selbst Kinogeschichte geschrieben. Doch auch der berühmte Regisseur hat Vorbilder. Besonders ein Western von John Ford begleitet ihn seit seiner Kindheit. Der Film wurde für Spielbergs Schaffen prägend.
Steven Spielberg war gerade einmal neun Jahre alt, als er „Der schwarze Falke“ zum ersten Mal sah. Seine Eltern wollten den Jungen nicht mit ins Kino nehmen. Ihnen erschien John Fords Western zu brutal für ihren Sohn. Doch nachdem sie anschließend immer wieder über den Film gesprochen hatten, wurde Spielberg neugierig. Er nahm sich zwei Münzen aus dem Spargefäß der Familie, lief allein zum Kino und schaute sich den Film an.
Wie er 2023 auf einem Presse-Event im Rahmen der Berlinale erzählte, verstand Spielberg damals zwar längst nicht alles. Er kehrte später aber immer wieder zu dem Western zurück. Vor allem Regisseur John Ford hinterließ bei Spielberg bleibenden Eindruck. Noch Jahrzehnte später beschäftigte sich Spielberg John Fords Arbeit.
Besonders faszinierte ihn, wie der Regisseur seine Bilder komponierte und Figuren innerhalb eines häufig statischen Kamerabildes inszenierte. Besonders einen Film sah Spielberg dabei immer wieder: „Der schwarze Falke“. Der Western prägte ihn in seiner Karriere nachhaltig.
Darum geht es in „Der schwarze Falke“
Texas, wenige Jahre nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs: Ethan Edwards (John Wayne) kehrt nach langer Abwesenheit zur Farm seines Bruders Aaron (Walter Coy) zurück. Doch die Freude hält nicht lange. Nach einem Angriff der Comanchen findet Ethan die Farm verwüstet und einen Großteil seiner Familie getötet vor. Seine Nichte Debbie (Natalie Wood) wurde verschleppt. Für den Kriegsveteranen steht fest: Er wird sie finden, egal, wie lange es dauert.
Gemeinsam mit Debbies Adoptivbruder Martin Pawley (Jeffrey Hunter) macht sich Ethan auf den Weg. Aus der Rettungsmission wird eine jahrelange Reise durch den amerikanischen Westen, bei der die beiden immer wieder an ihre Grenzen geraten. Dabei zeigt sich zunehmend seine dunkle Seite: Sein Hass auf die Comanchen und sein Rachedurst lassen Martin daran zweifeln, was Ethan wirklich vorhat, falls sie Debbie finden.
Das macht den Film sehenswert
Sehenswert ist „Der schwarze Falke“ vor allem, weil John Ford hier einen eher untypischen Western inszeniert. Der Film kommt deutlich düsterer und vielschichtiger daher, als es die klassische Heldengeschichte zunächst vermuten lässt. Ethan Edwards ist kein strahlender Retter, sondern ein von Hass und Rassismus getriebener Mann. Seine Obsession nimmt zunehmend beunruhigende Züge an.
Ford inszeniert die Geschichte vor den Landschaften des Monument Valley und schafft damit einige der bekanntesten Bilder des Western-Genres. Der Kontrast zwischen Antiheld und monumentaler Kulisse machte „Der schwarze Falke“ zu einem der einflussreichsten Western der Filmgeschichte. 1989 wurde der Film in die National Film Registry aufgenommen, die besonders bedeutende Werke des amerikanischen Filmerbes bewahrt.














