Zu wenig Kandidaten
Nach Niedersachsen-Wahl: AfD kann 235 Sitze nicht besetzen
Aktualisiert am 15.09.2026 – 14:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat die AfD zahlreiche Sitze gewonnen. Diese scheint sie aber nicht besetzen zu können.
Die AfD kann nach der Kommunalwahl zahlreiche gewonnene Parlamentssitze nicht besetzen. Sie hat vielerorts mehr Sitze gewonnen, als sie Kandidaten aufgestellt hatte. 235 AfD-Mandate würden so unbesetzt bleiben, wie das vorläufige Ergebnis der Wahlen zeigt.
Die Partei hatte am Sonntag 15,9 Prozent der Stimmen geholt und ihr Ergebnis damit mehr als verdreifacht. Insgesamt hatte sie mehr als 2.600 Kandidaten ins Rennen geschickt.
- Kommunalwahl in Niedersachsen: CDU verliert an Stimmen – AfD verdreifacht sich
- AfD legt zu: Drei Lehren aus den Kommunalwahlen in Niedersachsen
Besonders groß ist der Mangel in Gemeinde- und Ortsräten im Landkreis Osnabrück, wo 25 Mandate unbesetzt bleiben. Im Landkreis Leer fehlen 24 Kandidaten, im Kreis Aurich 22. Auch auf höherer Ebene fehlen der AfD Leute. Im Peiner Kreistag bleiben drei AfD-Sitze leer. Ebenso viele Abgeordnete fehlen der AfD im Emdener Stadtrat.
Auch andere Parteien hinterlassen leere Sitze
Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde sagte der „Bild“-Zeitung: „Trotz einer Vervierfachung der Mitgliedszahlen konnten wir auch aufgrund des sozialen Drucks auf Kandidaten nicht alle Listen voll besetzen.“ Man wolle sich nun verstärkt auf die Mitgliedergewinnung konzentrieren.
Auch andere Parteien können teilweise nicht alle Mandate besetzen, allerdings in weit geringerem Umfang. Der SPD fehlt es an Kandidaten für zehn Sitze, beim BSW sind es sechs und bei der CDU sowie den Grünen jeweils vier. Insgesamt bleiben so 286 Sitze unbesetzt, 2021 waren es noch 41.















