August 28, 2026 3:48 p.m. CEST

Kampf gegen den Krebs

Für Cinja zurück in Bremen: Dinkçis besonderes Comeback


28.08.2026 – 14:49 UhrLesedauer: 3 Min.

Eren Dinkçi (l.) im Dress des SC Freiburg (Archivfoto): Nach verschiedenen Stationen kehrte der Offensivspieler zurück zu Werder Bremen. (Quelle: IMAGO/Arne Amberg/imago)

Eren Dinkçi ist zurück bei Werder Bremen. Hinter seinem Comeback in die Heimat steckt auch der schwere Kampf seiner Partnerin gegen den Krebs.

Die Bilder gingen nahe: Eren Dinkçi stand im April nach dem 2:0 des 1. FC Heidenheim gegen den FC St. Pauli vor der Fankurve und weinte. Wenige Tage zuvor hatte der Fußballprofi öffentlich gemacht, dass seine Partnerin Cinja an Leukämie erkrankt ist. Ausgerechnet Dinkçi hatte gegen St. Pauli getroffen.

„Das Tor ist ihr gewidmet, ganz klar“, sagte er anschließend. Er hoffe, dass es Cinja „auch ein bisschen Kraft schenkt“.

Krebsdiagnose verändert alles

Vier Monate später beginnt für den 24-Jährigen ein neues Kapitel – und zugleich eines an einem sehr vertrauten Ort. Dinkçi ist zurück bei Werder Bremen. Der gebürtige Bremer wird für eine Saison vom SC Freiburg ausgeliehen und spielt wieder für jenen Verein, bei dem er zum Bundesligaprofi wurde. Dass es ihn ausgerechnet jetzt zurück in die Heimat zieht, hat nicht nur sportliche Gründe.

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„Und ihr Wunsch war es auch irgendwie, wieder zurück nach Hause zu kommen oder nah zu Hause zu sein“, sagte Dinkçi im Werder-Interview über seine Partnerin und deren Erkrankung.

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Bei Cinja war Anfang des Jahres eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert worden. Im April machte das Paar die Erkrankung öffentlich. Seither begleiten beide ihren Kampf gegen den Blutkrebs auch öffentlich und machten gemeinsam mit der DKMS auf die Bedeutung von Stammzellspenden aufmerksam.

„Mehr als Gesundheit gibt es auf der Welt nicht“

Bundesligisten wie Heidenheim, Freiburg und Werder unterstützten den Aufruf. Mehr als 2.300 Menschen ließen sich nach Angaben der DKMS allein bei Aktionen rund um den Fußball neu als mögliche Stammzellspender registrieren.

Eren Dinkçi beim Spiel des FC Heidenheim gegen St. Pauli im April 2026: Damals übermannten ihn die Emotionen. (Quelle: Tom Weller/dpa)

Wie sich Cinjas Erkrankung medizinisch entwickelt, haben beide zuletzt nicht näher öffentlich gemacht. Mitte August meldete sie sich allerdings erneut in den sozialen Medien. Dort schrieb sie, sie sei dankbar, auch wenn es manchmal schwer sei und sich alles unfair anfühle. Zuvor hatte das Paar auch gezeigt, wie Dinkçi ihr nach dem durch die Chemotherapie verursachten Haarausfall die Haare abrasierte.

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