1. FC Köln
Attraktion und Kader-Optionen: Jetzt muss Wagner es richten
28.08.2026 – 03:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein besonderes Duo als Highlight? Der Kader des 1. FC Köln ist flexibler geworden. Cheftrainer René Wagner muss diese neuen Möglichkeiten jetzt nutzen.
Der 1. FC Köln steht vor einer schwierigen Bundesliga-Saison. Der Kader ist vor dem 1. Spieltag gegen die TSG Hoffenheim noch immer nicht fertig. Zwei Spieler sollen noch kommen, beide Spieler sollen laut Sportchef Thomas Kessler die Mannschaft „in der Spitze“ besser machen.
Solche Transfers so spät in einer Transferperiode sind nicht ungewöhnlich. Für einen Club wie den FC, der sich in einem Umbruch befindet, wären sie jedoch früher in der Vorbereitung besser gewesen. Längere Eingewöhnungszeit, verinnerlichte Spielidee, gewachsene Hierarchie. Jetzt muss alles schneller gehen.
Mehr Auswahl in der Defensive
Immerhin: Der Kader hat über den Transfersommer bereits auf mehreren Positionen mehr Tiefe erhalten. In der Abwehr sind Luka Lochoshvili und Gideon Mensah ein Upgrade zu Cenk Özkacar und Kristoffer Lund. Es herrscht insbesondere auf der Innenverteidiger-Position ein großer Konkurrenzkampf, auch wenn der letztjährige Königstransfer Rav van den Berg bislang enttäuscht.
Dass die beiden Eigengewächse Julian Pauli und Elias Bakatukanda erneut auf Leihbasis abgegeben werden sollen, ist Ausdruck der Auswahl, über die Wagner nun verfügt. Und hätte sich Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen nicht eine schwere Muskelverletzung zugezogen, die ihn noch bis Oktober außer Gefecht setzen wird, wäre auch hinten rechts die Position hart umkämpft.
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Skhiri wird „unser Spiel lenken“
Mit Ellyes Skhiri ist im Mittelfeldzentrum der neue Denker und Lenker des Teams endlich da. „Ellyes wird eine tragende Rolle in unserem Mittelfeld einnehmen und uns Struktur geben“, sagt Wagner. „Er ist eher eine Holding Six, einer, der unser Spiel lenken soll, aber auch das Spiel gegen den Ball antreibt. Das wird seine Rolle sein.“ Daneben kämpfen Tom Krauß, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler um den zweiten Platz. Johannesson hat sich mit zwei Pokal-Toren ins Blickfeld geschossen.
Offensiv ist dagegen einzig Linksaußen Said El Mala wirklich gesetzt. Er hat mit Reigan Heskey ein Top-Talent an seine Seite gestellt bekommen, das noch Zeit benötigt. Dagegen hat Ragnar Ache mit Thijs Dallinga einen echten Konkurrenten auf der Neun bekommen, allerdings können die beiden Mittelstürmer auch zusammen agieren. Dallinga könnte das Problem beheben, das auf der Zehn existiert: Denn dort herrscht zwar nominell eine große Auswahl, aber nicht qualitativ.
El Mala und Moore: Das neue Traum-Duo?
Luca Waldschmidt ist angeschlagen, Marius Bülter muss seine Form der Vorbereitung erst in die Saison übertragen, gleiches gilt für Jan Thielmann und Linton Maina rechts. Dort aber wird das Problem wohl bald durch Mikey Moore von Tottenham Hotspur behoben. Der Youngster ist in bestechender Form, die Freigabe für einen Wechsel steht bevor. Sollte Moore kommen, wäre dies ein Coup für den FC, der den Engländer zusammen mit El Mala zu einer echten Attraktion für die gesamte Liga machen könnte.
