Auf Investorensuche
Kartonagenfabrik meldet Insolvenz an
02.08.2026 – 03:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Karl Mayer Kartonagenfabrik in Haiterbach hat Insolvenz beantragt. Die Firma fertigt individuelle Wellpappe-Lösungen für Gewerbe- und Industriekunden.
Eine Fabrik für Spezialkartons im baden-württembergischen Haiterbach ist in Schieflage geraten. Die Karl Mayer Kartonagenfabrik hat beim Amtsgericht Tübingen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Der Anwalt Sebastian Mielke von der Kanzlei Menold Bezler ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.
„Nach den Krisenjahren 2024/2025 war das Unternehmen auf gutem Weg zu einem Turnaround, diesen Sanierungsweg möchte es jetzt in der Insolvenz fortsetzen“, erklärte Sebastian Mielke am Tag seiner Bestellung.
Der Geschäftsbetrieb laufe derzeit „uneingeschränkt“ weiter. Die Löhne und Gehälter der 110 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate abgedeckt. Man wolle weiter nach Investoren suchen, so der Anwalt.
Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Haiterbach und Niederlassungen in Ottersweier und ein Lager in Altenstein-Spielberg (Kreis Calw). Die Firma wurde 1958 von Karl und Lina Mayer gegründet, der Sohn Thomas Mayer übernahm 1999 die Geschäftsführung. Nach eigenen Angaben werden jährlich 36 Millionen Verpackungen produziert, zu Spitzenzeiten waren 120 Mitarbeiter angestellt.














