Nach Aus von ARD-Show
Joelina Drews: „Das ist ein großer Fehler“
10.09.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach mehr als 30 Jahren hat die ARD „Immer wieder sonntags“ eingestellt. Für Joelina Drews ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar.
Im März hatten die ARD und der SWR bekannt gegeben, dass „Immer wieder sonntags“ nach mehr als 30 Jahren aus dem Programm genommen wird. Am 6. September lief die letzte Ausgabe. Immer wieder kämpfte Stefan Mross, der das Format 21 Jahre lang moderierte, mit den Tränen. „Natürlich geht’s mir nicht gut. Alles andere wäre gelogen“, sagte er in der finalen Folge.
In der trat am Wochenende auch Joelina Drews auf. Auch sie zeigt sich vom Aus der Musikshow enttäuscht. „Ich glaube, das ist ein großer Fehler“, sagte die Tochter von Jürgen Drews im Interview mit der „Abendzeitung“. Auch das Ziel, künftig ein jüngeres Publikum anzusprechen, hält die 30-Jährige für unrealistisch. „Ich glaube, das Argument, dass sie jünger werden wollen und die jüngeren Zuschauer vor den Fernseher bekommen wollen – das wird nicht passieren.“

Die jüngere Generation sei ohnehin längst auf Streamingangebote fokussiert. Statt neue Zuschauer für das lineare Fernsehen zu gewinnen, verliere die ARD mit der Absetzung vielmehr einen Teil ihres Stammpublikums. „Stattdessen hat man der älteren Generation etwas weggenommen, das essenziell war“, kritisierte die Sängerin.
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Clemens Bratzler, der SWR-Programmdirektor Unterhaltung, hatte entschieden, „Immer wieder sonntags“ einzustellen. Im Interview mit RadioBWSchlager1 nannte als Begründung für das Aus der Show den Rückgang des linearen Fernsehens. „Wir alle wissen, wenn wir uns bei unseren Kindern, Enkeln umhören, dass die Menschen immer weniger lineares Fernsehen gucken“, sagte er.
Die Quoten von „Immer wieder sonntags“ seien zwar bis zuletzt gut gewesen, aber dennoch deutlich niedriger als noch zehn Jahre zuvor. Hinzu komme der Spardruck: „Die Gesellschaft sagt zu Recht, immer höhere Beiträge, das geht nicht, und dann muss man auch schwere Entscheidungen treffen.“ Er sei dennoch traurig darüber, „dass das Format jetzt so nicht weitergeführt werden kann“.















