„Das ist völlig unbegreiflich“
Biathleten ohne Chance: Russland reagiert empört
20.08.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Russische und belarussische Athleten dürfen weiterhin nicht im Biathlon starten. Das Land reagiert empört.
Die Entscheidung der Internationalen Biathlon-Union (Ibu), russische und belarussische Biathleten weiterhin von internationalen Wettkämpfen auszuschließen, hat in Russland massiven Unmut ausgelöst. Der frühere Biathlet Dmitri Vasilyev kritisierte bei der russischen Nachrichtenagentur Tass: „Es gibt dort so viele russlandfeindliche Menschen, dass man nichts anderes erwarten kann“, sagte er in Richtung Ibu, die das Thema nicht auf ihrem kommenden Kongress behandeln wird.
Der norwegische Vorstandsvorsitzende Tore Bøygard bestätigte dem Sender NRK: Es ist keine erneute Grundsatzdebatte über eine Rückkehr geplant.
- Ärger um den Weltverband: Wie die Fifa die Fans hinters Licht führt
- „Dann ist es nicht mehr mein Sport“: Uli Hoeneß kritisiert Fifa-Boss Gianni Infantino
In Russland wird dieser Kurs als gezielte Ausgrenzung gewertet. Besonders scharf reagierte die Politikerin und frühere Eisschnellläuferin Swetlana Schurowa. Bei der Nachrichtenagentur Ria wetterte sie: „Das ist völlig unbegreiflich.“ Das Problem sei, „dass es sich um eine europäische Lobbygruppe handelt, und fast alle internationalen Wettkämpfe finden in Europa statt. Und sie tun alles, um Steine in den Weg zu legen“, sagte sie weiter.
Der langjährige Biathlon-Kommentator Dmitrij Gubernijew, eine bekannte TV-Stimme in Russland, zeigte sich wenig überrascht. Nach seiner Einschätzung werden russische Biathleten „die letzten sein, die zurückgelassen werden“. Er forderte, sich darauf einzustellen, nationale Wettkämpfe im eigenen Land zu organisieren und gleichzeitig juristisch gegen die Ibu vorzugehen, um die Entscheidungen des Verbands anzufechten.















