„Dann ist es nicht mehr mein Sport“
Uli Hoeneß kritisiert Fifa-Boss Gianni Infantino
20.08.2026 – 11:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Uli Hoeneß zweifelt öffentlich an Gianni Infantinos Zukunft als Fifa-Präsident. Dabei nennt er einen konkreten Vorfall, der für ihn persönlich eine rote Linie überschritten hat.
Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat Fifa-Präsident Gianni Infantino öffentlich unter Druck gesetzt. „Ich kann ihm nur raten, auf die Uefa zuzugehen und eine Lösung zu finden. Bei dem, was ich so höre, wird es sonst sehr eng für ihn im Frühjahr, wenn er überhaupt zur Wahl antreten kann“, sagte Hoeneß bei RTL/Sky.
Infantino will im März für eine vierte Amtszeit kandidieren. Die Uefa hat ihm die Unterstützung verweigert, forciert seinen Rückzug und droht mit einem Boykott von Fifa-Turnieren. In einem öffentlichen Brief beschuldigten die Uefa, der nord- und mittelamerikanische Verband CONCACAF sowie der asiatische Verband AFC die Fifa, ihr Vertrauen durch Täuschung missbraucht zu haben.
Auslöser war Infantinos inzwischen verworfener WM-Investorenplan. Hoeneß kritisierte auch die Ausweitung des Turnierformats. Der 74-Jährige sagte: „Ich habe nicht für möglich gehalten, dass man auf so eine Idee kommen kann. Auch die ganze Entwicklung, die von Infantino nach vorne getrieben wird: Jetzt waren es 48 Mannschaften, demnächst werden es 64 sein. Wir haben unsere Spieler jetzt schon sechs Wochen zur Verfügung gestellt und dann wird das vielleicht noch länger. Das ist unglaublich.“
Den endgültigen Ausschlag gab der „Fall Balogun“ bei der zurückliegenden WM-Endrunde. Der Weltmeister von 1974 wetterte: „Herr Infantino hat in seinem Leben im Fußball einige Fehler gemacht, aber das war einer seiner größten. Wenn man einen Mann wie Donald Trump entscheiden oder beeinflussen lässt, ob ein Spieler gesperrt wird oder nicht, ist das der Anfang vom Ende, vom Wettbewerb. Und wenn wir so etwas akzeptieren, dann ist es nicht mehr mein Sport. Das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.“















