KI-Assistent von Anthropic eingesetzt
Russischsprachige Hacker erpressten deutsche Firma
28.08.2026 – 02:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Cyberkriminelle sollen einen KI-Assistenten für Attacken missbraucht haben. Ein deutsches Unternehmen zählt zu den Betroffenen.
Russischsprachige Hacker haben laut Berichten von IT-Sicherheitsfirmen einen KI-Programmierassistenten für Cyberangriffe auf mehrere Unternehmen eingesetzt, darunter den deutschen Garagentorhersteller Teckentrup.
Die Angriffe sollen laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zwischen dem 8. April und dem 21. Mai stattgefunden haben. Hinter den Attacken stecke die Ransomware-Gruppe „Aur0ra“. Berichten der Sicherheitsfirmen CloudSek und Gambit zufolge gab die Hackergruppe an, mindestens 20 Opfer erpresst zu haben.
Mit Ransomware verschaffen sich Hacker den Zugang zu Computernetzwerken und verschlüsseln die Rechner. Die betroffenen Firmen müssen ein Lösegeld bezahlen und bekommen dann meistens einen Code, um ihre Computer wieder freizuschalten.
Weder Gambit noch CloudSek nannten die betroffenen Unternehmen namentlich. Reuters konnte jedoch sechs von ihnen identifizieren, nachdem die Nachrichtenagentur Teile der Chat-Daten unabhängig überprüft hatte.
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KI wurde eine Simulation vorgetäuscht
Die Hacker sollen die Sicherheitsvorkehrungen der KI umgangen haben. Sie täuschten der Software demnach vor, es handele sich bei den Angriffen lediglich um eine Simulation. Wie aus den Protokollen hervorgeht, führte der KI-Agent daraufhin Hunderte Aktionen aus.
Bei dem Angriff auf Teckentrup bewertete die Software die Erfolgschance als „sehr hoch“, wie aus den Protokollen hervorgeht. Der Einsatz solcher Werkzeuge verschaffe Cyberkriminellen einen erheblichen Vorteil, erklärte Eyal Sela von Cybersecurityfirma Gambit. Sie könnten viele manuelle Schritte überspringen und seien so 30 bis 50 Prozent schneller. Der Garagenhersteller äußerte sich nicht zur dem Vorfall.
Bei der verwendeten Technik handelte es sich um das KI-Modell Claude Sonnet 4.5 von Anthropic. Der KI-Assistent „Cursor“ war erst Anfang August in das Unternehmen SpaceX integriert worden.











