Oktober 12, 2026 1:16 p.m. CEST

Aus Personalmangel

Rogacki kann nicht öffnen – und sucht dringend Mitarbeiter


12.10.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Stand vom Feinkostladen Rogacki in der Markthalle 9: Am Montag bleibt der Verkaufsstand geschlossen. (Quelle: IMAGO/Emmanuele Contini/imago)

Der neu eröffnete Pop-up-Laden von Rogacki in Berlin muss für einen Tag schließen – wegen zu wenig Personal. Jetzt haben die Betreiber einen Aufruf gestartet.

Erst vor knapp zwei Wochen eröffnete das traditionsreiche Berliner Feinkostgeschäft Rogacki einen Pop-up-Laden in der Markthalle Neun in Kreuzberg. Am Montag konnten die Betreiber den Verkaufsstand jedoch nicht öffnen, teilten sie in einer Instagramstory mit.

Grund dafür ist zu wenig Personal an der Theke. „Wir suchen dringend Verstärkung für unser Team“, heißt es dort. Laut der Webseite von Rogacki werden aktuell drei Stellen ausgeschrieben.

Rogacki Berlin: Diese Stellen werden gesucht

Demnach wird neben einer stellvertretenden Verkaufsleitung am Marktstand für Fisch auch Mitarbeiter im Verkauf und für die Gastronomiezone gesucht. Interessierte können sich auch initiativ bewerben.

Rogacki wurde 1928 in Berlin gegründet und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer festen Größe der Berliner Feinkost- und Imbisskultur. Gerichte wie krosser Backfisch, Kartoffelsalat mit und ohne Mayonnaise, Austern sowie Fischbrötchen mit Lachs oder Matjes gehören seit fast 100 Jahren zur Speisekarte des Feinkostladens – auch jetzt in der Markthalle Neun.

Rogacki will 2028 neues Stammhaus eröffnen

Im Mai 2025 kam der frühere Unternehmenschef Dietmar Rogacki bei einem Brand ums Leben. Am 21. Juli 2025 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Danach hatte der Unternehmer Daniel-Jan Girl die Markenrechte und Geheimrezepte der insolventen Berliner Feinkostmarke Rogacki erworben und die Rogacki Deutschland Holding GmbH gegründet.

Das langfristige Ziel der neuen Rogacki-Inhaber ist ein Stammlokal in Charlottenburg. Das soll jedoch erst im Jahr 2028 eröffnen. Lange war Rogacki in der Wilmersdorfer Straße beheimatet. Die Inhaber wollen sich weiter auf „eine bezahlbare, zeitgemäß interpretierte Berliner Küche mit Schwerpunkt auf Fisch“ konzentrieren.

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