WM in China
Roboter läuft schneller als Usain Bolt
Aktualisiert am 22.08.2026 – 22:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei einer Roboter-Weltmeisterschaft in China haben zwei Maschinen die 100-Meter-Bestzeit des Jamaikaners Usain Bolt unterboten.
Bei der Eröffnungsfeier der World Humanoid Robot Games in Peking haben zwei Roboter die 100-Meter-Weltbestzeit des Sprinters Usain Bolt unterboten. Der Roboter des Teams X-Humanoid lief die Strecke in 9,39 Sekunden – Bolt hält den menschlichen Rekord bei 9,58 Sekunden. Ein Modell des Smartphone-Herstellers Honor hatte die Distanz im Vorfeld sogar in 9,32 Sekunden zurückgelegt, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.
Nach ihren Sprints prallten die Roboter in eine Schutzwand. Honors Modell mit dem Namen „Blitz“ hatte im April bereits die menschliche Bestzeit im Halbmarathon über rund 21 Kilometer gebrochen – mit einer Zeit von 50 Minuten und 26 Sekunden.
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Die Weltmeisterschaft findet in der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking statt und läuft bis zum 26. August 2026. Es ist die zweite Ausgabe des Turniers. Die Organisatoren erwarten mehr als 660 Teams mit insgesamt über 2.000 Robotern aus 16 Ländern, die meisten davon aus China, von Unternehmen und Universitäten. In 51 Disziplinen treten die Maschinen gegeneinander an: von Weitsprung, Gewichtheben und Tischtennis über Fußball bis hin zu alltagsnahen Aufgaben wie Haushaltsarbeiten, Rettungseinsätzen und dem Einsatz in Fertigungslinien.
Humanoide Roboter neue Boom-Branche

China hat die Entwicklung sogenannter verkörperter Künstlicher Intelligenz – also KI, die in physischen Robotern steckt – zur Zukunftsindustrie erklärt. Viele Firmen und Universitäten investieren entsprechend in Forschung und Bau humanoider Roboter. Einige Unternehmen streben deshalb an die Börse, um Kapital einzusammeln. Der Roboterbauer Unitree sorgte zuletzt für Aufsehen, als seine Aktie beim Debüt an der Börse in Shanghai um 629 Prozent stieg.
Auch andere von Peking geförderte Hardware- und KI-Unternehmen aus Bereichen wie Halbleitern und Robotik verzeichneten starke Börsengänge. China will damit technologische Abhängigkeiten vom Ausland verringern und neue Wachstumsmotoren erschließen. Auch die USA gehören zu den führenden Nationen bei der Entwicklung humanoider Roboter.
Das Thema zieht mittlerweile Unternehmen aus anderen Branchen an, die nun ebenfalls in der Robotik aktiv werden. Manche Fachleute sehen darin das Risiko eines Überangebots und von Preiskämpfen – eine Entwicklung, die China bereits in der Elektroauto-Industrie erlebt hat.














