Nach Anschlag auf den CSD
Polizeieinsatz – mutmaßlicher ist Attentäter tot
Aktualisiert am 26.07.2026 – 23:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD gab es einen Polizeieinsatz im Westen der Stadt. Der mutmaßliche Täter wurde erschossen.
Nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Berliner Senatsinnenverwaltung. Nach bisherigen Erkenntnissen griff der Gesuchte die Polizisten mit einer Stichwaffe an, woraufhin die Beamten schossen. Er sei trotz Reanimationsmaßnahmen gestorben, teilte die Berliner Polizei auf der Plattform X mit.
„Gegen 18.00 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert werden“, teilte die Polizei mit. Es handelt sich nach t-online-Informationen wohl um die Burgwallschanze in der Ruhlebener Straße. Der Mann sei dann mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen, daraufhin sei es zum Schusswaffengebrauch durch das Berliner SEK gekommen. „Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort“, so die Polizei.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigte sich erleichtert darüber, dass der Tatverdächtige gestellt wurde. „Dass die Berliner Polizei innerhalb von 24 Stunden den Tatverdächtigen hat, ist ein großer Erfolg der Ermittlungsbehörden“, sagte der CDU-Politiker am Abend im RBB. „Und da bin ich sehr dankbar.“
Öffentliche Fahndung nach Abdul B.
Bei dem Angriff am Samstagabend mit einem Auto sowie anschließend mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, wurde laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Frau getötet, 29 Menschen wurden verletzt. Sie befanden sich laut Polizei am Nachmittag nicht mehr in Lebensgefahr.
Am Morgen hatte die Polizei ein Foto veröffentlicht, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndete. Der mutmaßliche Täter hatte sich Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge radikalisiert und gehörte der islamistischen Szene an, wie Dobrindt sagte. Der Mann sei schon in der Vergangenheit „auffällig“ geworden. Dobrindt sprach von einem „hohen Maß von Straftaten“ und einer „islamistischen Radikalisierung“ des Mannes.
Im vergangenen Jahr versuchte B. laut Berliner Generalstaatsanwaltschaft mehrfach, sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. In der Vergangenheit sei der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte der Innenminister. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. In der Verhandlung hatte sich B. laut Generalstaatsanwaltschaft „überwiegend geständig“ gezeigt und vom IS distanziert.














